Erschienen in Ausgabe 9-2016Unternehmen & Management

InterRisk Versicherungen: Deutliches Wachstum – Etwas mehr Gewinn abgeführt – Von Bankenpleite betroffen

Von Monika LierVersicherungswirtschaft

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Die zur Wiener Städtischen gehörenden InterRisk Versicherungs-AG Vienna Insurance Group und InterRisk Lebensversicherungs-AG Vienna Insurance Group haben für 2015 an eine Zwischenholding der Gruppe einen leicht höheren Gewinn von 14,3 (14,18) Mio. Euro abgeführt. Mit 175,6 (175) Mio. Euro Beitrag wurde ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von 21,4 (22,7) Mio. Euro erzielt. Der Rückgang wird mit der im Berichtsjahr um 2,6 Mio. Euro höheren Dotierung der Schwankungsrückstellung begründet. Der Maklerversicherer für die deutsche Gruppe kam beim Solvency-II-Standardmodell auf eine Bedeckungsquote von „deutlich über 300%“.
Das Eigenkapital des Kompositversicherers von 44,3 Mio. Euro macht 64,7% der verdienten Nettobeiträge aus inklusive stille Reserven und Schwankungsrückstellung sind es 123,2%. Der Lebensversicherer kommt mit 23,5 Mio. Euro Eigenkapital auf 34,3% der verdienten Nettobeiträge bzw. inklusive Zinszusatzreserve, stille Reserven der Kapitalanlagen und freier RfB auf 154,4%.
Die mit einem Anteil von fast 58% in der Unfallversicherung tätige InterRisk steigerte im Gj. 2015 ihre Neuproduktion um 9,6% auf 12,0 Mio. Euro, was zum Beitragsplus von 8,1% führte. Die Selbstbehaltsquote wurde weiter auf 68,8 (68,1)% erhöht. Die Unfallsparte buchte 57,8 Mio. Euro Beitrag (+6,2%). In dieser Sparte stiegen die Aufwendungen für Geschäftsjahresschäden um 10,8% auf 40,2 Mio. Euro. Da sich das Abwicklungsergebnis jedoch um 20,1% auf 10,4 Mio. Euro erhöhte, nahm die Brutto-Schadenquote nur auf 51,6 (50,9)% zu. Die Brutto-Kostenquote sank brutto leicht auf 31,1%. Über alle Sparten nahm die Zahl der gemeldeten Schäden um 8,7% auf 24.762 zu. Der durchschnittliche Schadenaufwand betrug 2.749 Euro (2.768) Euro, die Gesamtschadenquote blieb unverändert bei 54,0 (53,8)%. Der Anstieg der Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb blieb mit Plus 6,2% unter dem Beitragswachstum, sodass sich die Brutto-Kostenquote auf 30,8 (31,4)% verbesserte. Die Schwankungsrückstellung war mit 2,9 (0,3) Mio. Euro zu dotieren. Insgesamt belaufen sich die versicherungstechnischen Rückstellungen auf 138,37 (125,15) Mio. Euro. Der um 12,1% auf 196,6 Mio. Euro gestiegene Kapitalanlagebestand erzielte eine laufende Durchschnittsverzinsung von 5,2 (5,7)% bzw. eine Nettoverzinsung von 5,9 (4,9)%.
Der Lebensversicherer steigerte seine Neuproduktion um 26,5% auf 5,3 Mio. Euro Jahresbeitrag, wozu vor allem die größte Sparte Todesfallversicherung mit einem Zuwachs um 49,1% beitrug. Die…