Erschienen in Ausgabe 9-2016Unternehmen & Management

VPV: Mehr Neugeschäft – Reserven verstärkt – Wohngebäudesparte saniert

Von Monika LierVersicherungswirtschaft

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Die VPV Lebensversicherungs-AG hat im Gj. 2015 im Neugeschäft zugelegt und weniger Beitrag im Bestand verloren. Das eingelöste Neugeschäft wuchs um 1,2% auf 17,6 Mio. Euro laufenden Beitrag bzw. um 10,7% auf 57,9 Mio. Euro Einmalbeitrag. Gründe für diese Entwicklung, wurden im Geschäftsbericht nicht genannt. Der Bestand verminderte sich etwas weniger stark als im Marktdurchschnitt um 4,8% auf 749.388 Verträge mit 349,3 Mio. Euro laufenden Beitrag (−3,1%). Entgegen der eigenen Erwartungen sank der Rohüberschuss auf 39,4 (53,9) Mio. Euro. Dies resultiere aus dem Rückgang der Anforderung an die Mindestanforderung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB). Dieser waren 31,8 (49,9) Mio. Euro zugeführt worden, womit sich diese zum Jahresende auf 252,35(266,0) Mio. Euro stellte; davon waren 86,0 (84,1) Mio. Euro freie RfB. Nach Zuführung von 92,0 Mio. Euro zur Zinszusatzreserve (ZZR) erreichte diese 336,6 Mio. Euro. In der Zuführung stecken eigenem Bekunden nach 44,1 Mio. Euro für eine mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht abgestimmte Stärkung der Reserven im Altbestand. Diese freiwillige zusätzliche Reservestärkung führte dazu, dass die Solvabilitätsquote mit 120 (119)% auf Vorjahresniveau lag und nicht wie geplant stieg. Einschließlich ZZR kommt die Eigenmittelquote auf 246%. Aufgrund des Kapitalbedarfs für die Auszahlungen klassischer Lebensversicherungen nahm der Kapitalanlagenbestand um 0,8% ab. Das Kapitalanlagenergebnis nahm um 6,9% auf 324,6 Mio. Euro ab, was mit gesunkenen ordentlichen Erträgen und 10 Mio. Euro Abschreibungen auf stille Beteiligungen im Landesbankenbereich begründet wird. Dabei sanken die Nettoverzinsung auf 4,3 (4,5)% und die Durchschnittsverzinsung auf 3,6 (3,7)%. Die Bewertungsreserven verminderten sich zum Stichtag auf 1,04 (1,27) Mrd. Euro. Für Versicherungsfälle wurden brutto mit 591,95 Mio. Euro 5,2% weniger aufgewendet. Die ausgezahlten Versicherungsleistungen ermäßigten sich um 4,9% auf 553,35 Mio. Euro.
Beim Sachversicherer war die Beitragsentwicklung 2015 mit 0,2% auf 52,06 Mio. Euro branchenunterdurchschnittlich. Erklärt wird dies mit der Sanierung in der Wohngebäudesparte, die infolge der Kündigung unrentabler Verträge um 6,6% auf 14,9 Mio. Euro zurückfiel. Die Schäden aus den Stürmen Niklas und Siegfried zogen die Schadenquote bei Wohngebäuden auf 96,9 (87,5)% hoch. Über alle Sparten erzielte die VPV Allgemeine Sachversicherungs-AG eine Combined Ratio von 90,8 (90,7)%. Aus den Kapitalanlagen von…