Erschienen in Ausgabe 8-2016

Freizügigkeit.

Von Dr. Dirk SolteVersicherungswirtschaft

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Mobilität, das Fachthema dieser Ausgabe ihrer Versicherungswirtschaft, hat viele Facetten, die sich in den europäischen Grundfreiheiten spiegeln. So bedingt die Mobilität von Arbeitskräften die Personenfreizügigkeit. Die Warenverkehrsfreiheit, Dienstleistungsfreiheit und Kapitalverkehrsfreiheit ermöglichen die Mobilität ökonomischer Wertschöpfung mit ihr entgegengesetzt fließenden Geldströmen. Mobilität ist so in direkter Weise ein Ausdruck von Freiheit, die in der Europäischen Union durch die Akzeptanz des Gemeinschaftsrechts als Ausdruck gemeinsamer Werte gesichert wird. Fundamental ist dabei das Prinzip Freiheit nur bei Akzeptanz der Werte. Denn nur dadurch ist gewährleistet, dass die Mobilität nicht nur in eine Richtung geht, sondern in wechselseitiger Willkommenskultur münden kann. Wenn die Regierung Großbritanniens nach dem Brexit-Referendum ihren Austrittsantrag stellt, wird ihr Verhandlungsführer David Davis bemüht sein, dieses Prinzip soweit es geht zu seinen Gunsten zu verändern. Für die EU werden die Verhandlungen zu einem Benchmark der Prinzipientreue und der Verteidigung gemeinsamer Werte.
Werte verfolgen auch die Manager, die sich auf der Suche nach neuen Karriere-Impulsen ins Ausland begeben. Im Titel-Interview spricht Jutta Boenig, Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Karriereberatung, (ab S. 18) über internationale Grenzwege und Weggrenzen.
Transport und ökologische Nachhaltigkeit: Chancen und Risiken durch „disruptive“ Innovationsdynamik. Die zunehmende Überbeanspruchung der Umwelt wird zu neuen Konzepten der Mobilität mit neuen Herausforderungen für die Versicherungswirtschaft führen. Das trifft den städtischen Raum durch den Trend der Urbanisierung wachsender Bevölkerungszahlen mit einer besonderen Dramatik, wie Stefan Rammler meint. Für die Versicherer bedeutet das, sich rechtzeitig auf wegbrechendes Privatkundengeschäft einzustellen und sich mit neuen Konzepten und Produkten in der „Shared-Economy“ klar zu positionieren (ab S. 22).
Sommerzeit ist Ferienzeit. Diese beliebte Formel gilt auch für den Manager-Typus Versicherungschef. Wohin es die Unternehmenslenker in ihren Urlauben zieht und wie sie ihn verbringen, erfuhr VW-Korrespondent Wolfgang Otte in exklusiven Hinter­grundgesprächen (ab S. 66). Vom Tauchurlaub in der Karibik bis zur sportlichen Betätigung in höheren Bergregionen – wohlwollend gaben die Vorstände detaillierte Informationen zu ihren Plänen preis. Auch das ein positives Zeichen für die sich öffnende Vorstandskultur…