Erschienen in Ausgabe 8-2016Trends & Innovationen

Schaden-Prisma Juli 2016

Versicherte Schäden aus Naturkatastrophen liegen über dem Durchschnitt der letzten 15 Jahre

Von Christoph BaltzerVersicherungswirtschaft

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Mehrere Millionen Hektar Land wurden durch das immer noch andauernde Hochwasser des Jangtse in China überflutet. Nach Schätzungen von Aon Benfield kamen 330 Menschen in den Fluten ums Leben, die in China mitgeteilten offiziellen Opferzahlen sind etwas geringer. 22 Mrd. US-Dollar an Schaden dürften die Hochwasser angerichtet haben, betroffen ist vor allem die Landwirtschaft. Das Foto oben zeigt Mitarbeiter eines Schweinemastbetriebs in der Provinz Anhui. Man rechnet in China mit steigenden Getreidepreisen. Versichert ist der Schaden nur zu einem kleinen Teil.
Der größte versicherte Schaden im ersten Halbjahr ereignete sich in Japan, wo das Erdbeben in der Region Kumamoto auf der Südinsel des Archipels wirtschaftliche Schäden von 30 Mrd. Dollar angerichtet hatte. 75 Menschen kamen durch das Erdbeben ums Leben. Versichert waren 5,5 Mrd. Dollar.
Generell fiel die Schadenbelastung in diesem Jahr etwas höher aus, als man es in den letzten vier Jahren erlebt hat. Versicherer und Rückversicherer mussten für insgesamt 30 Mrd. Dollar geradestehen, berichtet Aon Benfield. Das waren 27 Prozent mehr als im Durchschnitt der letzten fünfzehn Jahre. Die Schaden-Schätzung der Munich Re für das erste Halbjahr liegt mit 27 Mrd. Dollar geringfügig darunter. Das war weniger als der Zehn-Jahres-Durchschnitt, aber mehr als im Schnitt der vergangenen dreißig Jahre.

800.000 Euro für „Sexy-Cora“-Wittwer

Nach Fehlern einer Narkoseärztin ist die Pornodarstellerin Carolin Wosnitza bei ihrer fünften Brustvergrößerung gestorben. Ihr Witwer Tim (Foto) hat vor dem LG Hamburg Unterhaltszahlungen, Schmerzensgeld, Behandlungs- und Beerdigungskosten zwischen 140.000 und 824.000 Euro erstritten. In den besten Jahren machte die gemeinsame Firma einen Umsatz von mehr als einer Million Euro. Die Richter gingen davon aus, dass die Big-Brother-Darstellerin bis zu ihrem 35. Lebensjahr in ihrem Beruf hätte arbeiten können.

Umstürzende Kommoden

Die US-amerikanische Verbraucherschutzbehörde CSPC macht Ikea für den Tod von mindestens sechs Kindern verantwortlich. Der schwedische Möbelhersteller hat sich dazu entschlossen, allein in Kanada und den USA 36 Millionen Kommoden zurückzurufen, hinzu kommen 1,6 Millionen Stück in China. Wenn die Schränke entgegen der Empfehlung nicht an der Wand befestigt sind, können sie umfallen, wenn Kinder sie zu erklettern versuchen. Ein Todesfall liegt 27 Jahre zurück. Ikea bietet jetzt ein kostenloses Set an, mit dem man die Kommoden an der Wand befestigen kann. Alternativ…