Erschienen in Ausgabe 8-2016Unternehmen & Management

Süddeutsche Krankenversicherung: Ertrag gesteigert – hohe Beitragsrück­erstattung – Strategische Neuausrichtung greift

Von Wolgang OtteVersicherungswirtschaft

Lesen Sie den vollständigen Artikel

Erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln unserer Fachzeitschriften und Publikationen.
Die Süddeutsche Krankenversicherung (SDK) bleibt auf Wachstumskurs. Mit einem Ergebnis von 117 Mio. Euro vor Steuereffekten hat das Unternehmen das Geschäftsjahr 2015 um 11,8% oder 12 Mio. Euro übertroffen. „Unsere vor gut zwei Jahren gestartete strategische Neuausrichtung unter dem Arbeitstitel „Expedition 2020“ hat sich als überaus erfolgreich erwiesen“, unterstrich der Vorstandsvorsitzende Ralf Kantak. Seit 2013 wurde der Ertrag um über 23% gesteigert werden. Die Kosten reduzierten sich im gleichen Zeitraum um fast 12% von 110 Mio. Euro auf 98 Mio. Euro.
Der Gesamtbestand stieg um 7.448 Personen von 647.234 im Vorjahr auf 654.682 Personen (+1,6%) im Geschäftsjahr 2015. Der Bestand in der Vollversiche­rung lag bei 164.677 Personen (Vj.: 166.614 Per­sonen). In den Zusatzversicherungen wurde ein Anstieg um 9.385 auf 490.005 Personen verzeichnet. Bei den Beitragseinnahmen konnte ein Wachstum in Höhe von 0,9% auf 766,4 Mio. Euro (Vj.: 759,7 Mio. Euro) erzielt werden. Davon entfielen 38,1 Mio. Euro (Vj.: 35,1 Mio. Euro) auf die Pflegepflichtversicherung.
Aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung wurden im Berichtsjahr insgesamt 57,2 Mio. Euro (Vj.: 10,6 Mio. Euro) zur Milderung bzw. Begrenzung von Beitragserhöhungen entnommen. Die Versicherten konnten im Berichtsjahr von einer Beitragsrückerstattung in Höhe von insgesamt 26,7 Mio. Euro (Vj.: 27,5 Mio. Euro) profitieren. Auch in diesem Jahr konnten rund ein Drittel der Vollversicherten eine Beitragsrückerstattung in Anspruch nehmen. Für das Geschäftsjahr 2016 wird diese hohe Erstattung bereits nach einem Jahr der Leistungsfreiheit erneut zugesagt. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle verzeichneten einen Anstieg um 3,0% von 486,0 Mio. Euro im Vorjahr auf 500,5 Mio. Euro 2015. Davon entfielen 25,1 Mio. Euro (Vj.: 25,5 Mio. Euro) auf Schadenregulierungsaufwendungen und 5,5 Mio. Euro auf die Veränderung der Schadenrückstellung. Die Abschlusskosten waren rückläufig und betrugen 45,6 Mio. Euro (Vj.: 56,2 Mio. Euro). Der Abschlusskostensatz ging von 7,4 auf 5,9% zurück. Die Verwaltungsaufwendungen stiegen um 1,0 Mio. Euro auf 12,9 Mio. Euro. Die wesentlichen Treiber waren Investitionen in die IT. Der Verwaltungs­kostensatzstieg betrug 1,7% und lag damit weiterhin auf einem niedrigeren Niveau im Vergleich zur Branche.
Der Kapitalanlagenbestand nahm zum Jahresende um 7,5% auf 5, 3 Mrd. Euro (Vj.: 5,0 Mrd. Euro) zu. Die laufenden Erträge blieben nahezu auf Vorjahresniveau und betrugen 172, 1 Mio. Euro. Der…