Erschienen in Ausgabe 8-2016Köpfe & Positionen

Im Profil Oliver Lang

„Der Markt der Zukunft erschließt sich über Daten, Digitalisierung und Standardisierung“

Von Wolfgang OtteVersicherungswirtschaft

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Oliver Lang zieht positive Bilanz aus seiner Arbeit. Das 48-jährige Vorstandsmitglied hat seinen Beitrag dazu geleistet, den Maklerpool BCA mit Sitz im Taunusstädtchen Oberursel in den fünf Jahren seiner Tätigkeit wieder an alte Erfolge anknüpfen zu lassen. „Die positiven Geschäftsergebnisse 2015 zeigen, dass wir den Turnaround geschafft haben“, resümiert ein entspannter Manager. Vorbei seien wirtschaftlich schwierige Zeiten. Die BCA habe sich kompromisslos auf ihr Geschäftsmodell besonnen, Defizite erkannt und für Besserung gesorgt.
Im 31. Jahr ihres Bestehens will eine der großen Makler-Vereinigungen, die von rund 9.500 Anbindungen spricht, mit innovativen Ideen der Branche neue Impulse geben.„Meine Kollegen und ich haben zwar bei unserem Kommen eine BCA vorgefunden, die so manche Altlasten oder auch Auslandsengagements zu schultern hatte, aber auch ein hochmotiviertes Team, das tatkräftig daran mitgewirkt hat, den Tanker zu einer Fregatte flott zu machen,“ erinnert sich der Manager. Die Erfolge beansprucht Lang nicht ausschließlich für sich selbst. Er bezieht seine Kollegin Christina Schwartmann, BCA-Vorstand IT und Geschäftsprozesse, sowie Frank Ulbricht, BCA- und BfV-Vorstand, ausdrücklich ein.

Zusammenspiel mit Versicherern

Lang selbst ist sowohl Vorstand der BCA als auch der BfV Bank für Vermögen, zuständig für den gesamten Vertrieb im Investment- als auch im Versicherungsbereich sowie das Marketing. Diese Aufteilung sorge für eine sinnvolle Vernetzung der Bereiche miteinander und vermeide Reibungsverluste. Das Aufgabenfeld als Pool beschreibt der Manager sehr pragmatisch. „Wir unterstützen als ‚Kümmerer‘ den Makler je nach dessen Geschäftszulassung in all seinen Prozessbereichen und führen für ihn u.a. alle notwendigen Daten zusammen, die wir, wo überhaupt machbar, auf Knopfdruck zur Verfügung stellen.“ Er macht das am Beispiel der Investmentwelt fest. Die gesamten geschäftsanlassbezogenen Themen seien in einem einzigen Kundendatenstamm zusammengefasst. Diese serviceorientierte Methode habe viel Bewegung in den Markt gebracht.
Leichte Kritik kommt von dem Finanz-Experten beim Thema Digitalisierung in der Versicherungswirtschaft auf. Gemeinsam mit der Branche habe man im Hinblick auf das Thema zeitgemäße und zukunftsorientierte IT noch Einiges aufzuarbeiten. Für ihn steht fest: „Zu den Gewinnern werden auf Dauer nur diejenigen Gesellschaften gehören, die der Datenqualität und der Normierung oberste Priorität einräumen.“ Der Markt der Zukunft werde…