Erschienen in Ausgabe 8-2016Unternehmen & Management

Koordiniertes Zusammenspiel

Private-Equity-Investments für mittelständische institutionelle Anleger

Von Meik Friedrich und Prof. Dr. J.-Matthias Graf von der SchulenburgVersicherungswirtschaft

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Im gegenwärtigen Niedrigzinsumfeld beschäftigen sich immer mehr institutionelle Investoren mit alternativen Anlagen. Private Equity stellt eine vermeintlich renditestarke Option dar. Einige Investoren verfügen bereits über langjährige Erfahrungen mit dieser Assetklasse. Oftmals wurden erste Erfahrungen mit Dachfondsinvestments gesammelt. Seit einiger Zeit lässt sich eine wachsende Bereitschaft beobachten, sich auch mit Primärfondsinvestitionen auseinanderzusetzen.
Nachstehend geht es um Möglichkeiten, wie nach der Entscheidung für Private Equity Investments mit der Umsetzung einer Private Equity Strategie und dem konkreten Portfolioaufbau vorgegangen werden kann. Insbesondere mittelständische Investoren stehen vor der Herausforderung, ihr Exposure effizient aufzubauen. Im Wesentlichen gibt es drei Wege bzw. Kombinationen, in Private Equity zu investieren: Dachfonds- und Zielfondsinvestments sowie Direktinvestments, wobei Direktinvestments aufgrund des sehr spezifischen Ressourcen- und Know-how-Bedarfs eher Wege für große bzw. spezialisierte Investoren darstellen und hier daher nicht weiter erläutert werden.

Primärfondsmanager häufig mit starken Track Record überzeichnet

Dachfonds bieten den Weg mit den geringsten Anforderungen an die internen Ressourcen und an das Know-how des Investors. Durch den Dachfondsanbieter erfolgt im Rahmen einer vorgegebenen Allokationsstrategie die Auswahl vielversprechender Zielfonds sowie die Verwaltung der gezeichneten Beteiligungen. Der Investor steht weder vor der Herausforderung, attraktive Zielfonds iden­tifizieren und zeichnen, noch eine Vielzahl von Primärfonds verwalten zu müssen. Dies erfolgt üblicherweise mit Hilfe der Ressourcen des Dachfondsanbieters bzw. durch externe Dienstleister, die den Fondsmantel (z.B. GmbH & Co. KG, Luxemburger Fonds) administrieren.
Zudem wird mit der Zeichnungsentscheidung für einen Dachfondsanbieter auch dessen Zugang zu attraktiven Fonds eingekauft. Oftmals sind Primärfondsmanager mit starkem Track Record überzeichnet, sodass neue Investoren nur erschwert oder gar keinen Zugang erhalten. Darüber hinaus bieten Dachfonds durch das Pooling verschiedener Investorengelder die Möglichkeit, anfallende Kosten für die Etablierung und Verwaltung des Dachfondsvehikels zu teilen. Kosten für die rechtliche und steuerliche Prüfung von Zielfonds können auf die verschiedenen Investoren aufgeteilt werden. Zudem bieten in Dachfonds zusammengefasste Investmentabsichten einzelner Investoren die…