Erschienen in Ausgabe 8-2016Unternehmen & Management

Roland: Mehr Wachstum als erwartet – Fortschritte bei den Kosten – Konzernumbau wird fortgesetzt

Von Monika LierVersicherungswirtschaft

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Der Roland-Konzern ist 2015 stärker gewachsen als erwartet und auch beim Kostensparen besser voran gekommen. Das Konzernergebnis sei insgesamt besser als geplant ausgefallen, da neben dem Ergebnis der Muttergesellschaft Roland Rechtsschutz auch bei der Roland Prozessfinanz und der Roland Assistance Umsatz- und Ergebnisentwicklung positiver gewesen seien, schreibt der Vorstand im Geschäftsbericht 2015. Der Beitragszuwachs lag mit 4,5% über dem Durchschnitt der Rechtsschutzversicherer von 3,9%. Für 2016 wird ein ähnliches Konzernergebnis erwartet. Die Geschäftsentwicklung in den ersten Monaten 2016 sei „erwartungsgemäß erneut positiv verlaufen“, heißt es zum Segment Recht, das 95% des Konzernumsatzes ausmacht. Für 2016 rechnet der Rechtsschutzversicherer mit einer weiteren Beitragsanpassung gemäß Treuhänderempfehlung. Positiv auf die Versicherungstechnik soll das Kostenmanagement wirken. Die Kostenbremse setzt vor allem auf die Erhöhung der telefonischen Schadenmeldequote sowie die Steigerung des Automatisierungsgrads bei der Vertragsbearbeitung und der Leistungsabwicklung im Standardgeschäft an.
Die Roland Rechtsschutz erzielte 2015 ein Neugeschäft von 44,8 (42,5) Mio. Euro. Gebucht wurden 416,6 Mio. Euro (+4,5%); davon wurden 37,8 (36,5) Mio. Euro in den europäischen Niederlassungen erwirtschaftet. 13,9 (13,4)% des Geschäfts werden mit Industriekunden getätigt. Die Zahl der gemeldeten Leistungsfälle stieg um fast 6% auf 396.403, die Zahlungen um 3,8% auf 220,1 Mio. Euro. Brutto sank die Schadenquote auf 63,9 (67,6)%, netto auf 64,4 (65,9)%. Die Nettokostenquote fiel dank eines deutlichen Rückgangs der Verwaltungskostenquote um 1,4%-Punkte auf 35,7%. Versicherungstechnisch machte die Gesellschaft noch 0,4 (- 6,2) Mio. Euro Verlust. Die Kapitalanlagen erzielten eine Durchschnittsrendite von nur noch 2,2 (1,9)%. Die Nettorendite ist mit 2,5 (3,6)% leicht höher, weil hier auch 1,0 Mio. Euro Buchgewinne aus dem Verkauf eines im Roland-Masterfonds gehaltenen Ak­tienbestands sowie an einem Rentenfonds eingingen. Der Jahresüberschuss liegt mit 3,9 (3,8) Mio. Euro zwar leicht über dem Vorjahr, aber deutlich unter früheren Ergebnissen. Der nach Rücklagenbildung verbleibende Bilanzgewinn von knapp 2,0 Mio. Euro wird wie im Vorjahr thesauriert. Die Gesellschaft ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Axa Konzern AG, die direkt und indirekt insgesamt 41,13% hält, der Gothaer Versicherungen (Anteil insgesamt 28,85%), der Barmenia Krankenversicherung a.G. (direkt 10%), der…