Erschienen in Ausgabe 7-2016Köpfe & Positionen

Martin Senn verstorben

Ehemaliger Zurich-Chef nimmt sich das Leben

Versicherungswirtschaft

Lesen Sie den vollständigen Artikel

Erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln unserer Fachzeitschriften und Publikationen.

Martin Senn verstorben

Ehemaliger Zurich-Chef nimmt sich das Leben

Martin Senn hat sich Ende Mai das Leben genommen. Er wurde 59 Jahre alt und hinterlässt eine Ehefrau und zwei erwachsene Kinder.
Der Manager arbeitete seit 2006 für die Zurich Gruppe. Zuerst als Anlagechef, ab 2009 als Chief Executive Officer. Am 1. Dezember letzten Jahres trat Senn nach mehreren Gewinnwarnungen mit sofortiger Wirkung zurück. Zuvor war die Übernahme des britischen Versicherers RSA geplatzt. Verwaltungsratspräsident Tom de Swaan übernahm vorrübergehend die Leitung, seit März hat Mario Greco den Vorstandsvorsitz der Zurich inne.
Der Zurich-Konzern teilte in einer Pressemitteilung mit, der plötzliche Tod von Senn mache fassungslos und sorge für tiefe Erschütterung. Mit dem Manager verlören der Konzern und seine Mitarbeiter einen wertvollen früheren Arbeitskollegen, der für zahlreiche Menschen auch ein Freund gewesen sei. Weitere Kommentare zum möglichen Motiv für den Suizid werden aus Gründen der Pietät gegenüber der Familie nicht abgegeben.
Der Tod Senns ist bereits der zweite Selbstmord eines Zurich-Topmanagers in knapp drei Jahren. Ende August 2013 schied der damalige Finanzchef Pierre Wauthier im Alter von 53 Jahren freiwillig aus dem Leben. In einem Abschiedsbrief hatte er den damaligen Verwaltungsrat beschuldigt, übermäßigen Druck ausgeübt zu haben. Verwaltungsratspräsident war damals Josef Ackermann, der nur wenige Tage danach zurücktrat.vw