Erschienen in Ausgabe 7-2016Unternehmen & Management

Ostangler Brandgilde: Starkes Wachstum – niedrige Schadenquote – Wohngebäude wieder im Plus

Von Wolfgang OtteVersicherungswirtschaft

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Unser Wachstum ist positiv, die Schadenquote recht niedrig, die Kostenquote entspricht voll und ganz den Erwartungen“, kommentierte der Vorstandsvorsitzende der Ostangler Versicherungen Brandgilde (OAB) Jens Uwe Rohwer die Geschäftsergebnisse für 2015. Die gesamten Beitragseinnahmen stiegen gegenüber 2014 um 1,8% auf 23 Mio. Euro. Die Anzahl der Versicherungsverträge kletterte um 7,2% auf knapp 86.600 Stück. Die Bruttoschadenquote lag 2015 bei immer noch guten 47% (Vj.: 43%), der Jahresüberschuss mit rund 205.000 Euro um 9,6% höher als im Geschäftsjahr 2014. Auch bei der Eigenmittelausstattung sieht sich die OAB, nach eigenen Angaben u.a. einer der großen Spezialisten für die Landwirtschaft, mit einer Solvabilitätsquote von 180% „solide aufgestellt“. Die Schwankungsrückstellung wurde 2015 kräftig um 1,3 Mio. Euro erhöht. Das sind 47,5% mehr als im Vorjahr mit 0,9 Mio. Euro. Die Sicherheitsmittel entsprachen mit 9,2 Mio. Euro ca. 106% des Nettobeitrags.
Die Betriebs- und Verwaltungskosten lagen 2015 bei 32,3% und damit auf Vorjahresniveau. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb betrugen 7,4 Mio. Euro (Vj.: 7,3 Mio. Euro). Davon entfielen 4,1 Mio. Euro (Vj.: 3,9 Mio. Euro) auf Abschluss- und 3,3 Mio. Euro (Vj.: 3,3 Mio. Euro) auf Verwaltungsaufwendungen. Der Kapitalanlagenbestand der Ostangler betrug 14.7 Mio. Euro und verbuchte damit 12,0% oder 1,5 Mio. Euro mehr als 2014. Die OAB verweist auf ihren hohen Immobilienanteil und ein Aktieninvestment von unter 5% der gesamten Kapitalanlagen. Die Kapitalerträge stiegen um 19,2% auf über 1 Mio. Euro. Die Kapitalanlagerendite betrug 3,0% gegenüber 3,59% im Vorjahr. Der bundesweit tätige Versicherer will sein Aktieninvestment im laufenden Geschäftsjahr vorsichtig ausbauen.
Obwohl es 2015 kein so markantes Sturmereignis wie 2013 mit „Christian“ gegeben hat, mussten doch eine ganze Reihe kleinerer Stürme verkraftet werden, die das Ergebnis in der Sturmversicherung belastet haben. Die Feuersparten verliefen sehr unterschiedlich (Brutto-Schadenquote 51%). In der Landwirtschaft war ein sehr großer Feuerschaden zu verzeichnen, der gewerbliche Bereich war unauffällig.
Besonders erfreulich sei die Schadenentwicklung 2015 in der Sparte Wohngebäudeversicherung gewesen. Hier blieb die Ostangler Brandgilde sowohl von großen Feuerschäden als auch massiven Sturmschäden verschont. Damit weist die größte Beitragssparte wie auch 2014 wieder ein positives versicherungstechnisches Ergebnis aus. Die Bruttoschadenquote lag hier…