Erschienen in Ausgabe 7-2016Unternehmen & Management

Die Bayerische: Umbau der Gruppe spiegelt sich 2015 deutlich wider – Hohe Einmalbeiträge in der Lebensversicherung

Von Reinhold MüllerVersicherungswirtschaft

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Bei der Versicherungsgruppe die Bayerische lagen die Beitragseinnahmen der Muttergesellschaft Bayerische Beamten Lebensversicherung a.G. in München im Geschäftsjahr 2015 erstmals unter jenen der Neuen Bayerischen Beamten Lebensversicherung AG. Gemessen am Versicherungsbestand liegt Letztere, die seither das operative Lebensversicherungsgeschäft betreibt, dagegen bei der Vertragszahl und beim laufenden Jahresbeitrag noch zurück. Der Bestand belief sich bei der Bayerischen Beamten Versicherung a.G. am Ende der Berichtsperiode auf 210.886 Verträge mit einer Versicherungssumme von 7,7 Mrd. Euro und einem laufenden Jahresbeitrag von 115,8 Mio. Euro. Bei der Neuen Bayerischen Beamten Lebensversicherung AG waren es 120.137 Verträge mit einer Versicherungssumme von 8,6 Mrd. Euro und einem laufenden Jahresbeitrag von 95,6 Mio. Euro.
Unterschiede und Veränderungen zeigen sich auch in der Bestandstruktur. Bei der Bayerischen Beamten Lebensversicherung a.G. haben noch Einzelkapitalversicherungen mit 57,8 (Vj.: 59,2)% den größten Anteil, gefolgt von Kollektivversicherungen mit 18,4 (17,7)% und Einzel-Renten- und Berufsunfähigkeitsversicherungen mit 16,5 (15,9)%. Letztere machen bei der Neuen Beamten Leben 44 (41,6)% aus, gefolgt von fondsgebundenen Versicherungen mit 37,5 (37,6)%. Diese beiden Lebensversicherungsarten machten bei ihr auch im Berichtsjahr nahezu 90% der neu eingelösten Versicherungsscheine aus. Der Neuzugang nach laufendem Beitrag stieg bei ihr im Vergleich zu 2014 leicht von 14,96 Mio. auf 15,09 Mio. Euro an. Nach Einmalbeiträgen nahm er von 61,9 Mio. auf 107,1 Mio. Euro zu.
Die gesamten Versicherungsleistungen verringerten sich bei der Neuen Beamten Leben bei einem Wachstum der gebuchten Beiträge von 38,2% um 1,4 Mio. auf 66,6 Mio. Euro. Bei der Bayerischen Beamten Lebensversicherung a.G. sanken sie bei einem Beitragsrückgang um rund 30% von 395,3 Mio. auf 390,9 Mio. Euro. Trotz der um 0,1 Mio. auf 4,1 Mio. Euro verminderten Abschlusskosten stieg der Abschlusskostensatz bei Letzterer von 3,7% auf 6,1%. Der Verwaltungskostensatz nahm von 4,7 auf 6,8% zu. Bei der Neuen Bayerischen Leben wuchs bei von 24 Mio. auf 28,3 Mio. Euro erhöhten Abschlussaufwendungen der Abschlusskostensatz von 4,9 auf 5,0% an. Der Verwaltungskostensatz ging von 2,2 auf 2,0% zurück. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung erhöhten sich bei ihr insgesamt von 15,3 Mio. auf 15,8 Mio. Euro.
Beim Schaden- und Unfallversicherer der Gruppe, der Bayerischen…