Erschienen in Ausgabe 7-2016Köpfe & Positionen

Königsweg Diversifikation.

Zu Titelreport: „Nervensache Infrastruktur“, .

Von Sascha WilhelmVersicherungswirtschaft

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Versicherungsunternehmen müssen sich in diesen Zeiten mit innovativen Modellen gegen ihre Wettbewerber behaupten. Die anhaltende Niedrigzinsphase zwingt zu neuen Geschäftsaufstellungen, um die geforderten Renditen zu erwirtschaften. Dabei muss Augenmaß bewiesen werden, um trotz Zwang zur Rendite die Sicherheit nicht zu vernachlässigen.
Immobilienanlagen in Deutschland genießen hohe Stabilität, das aktuelle Preisniveau ist gestiegen, aber nicht übertrieben, sondern nur konsequent. Durch die steigende Nachfrage nach sicheren, renditestarken deutschen Immobilien haben sich die Preise dieser hohen Anfrage angepasst. Das beobachten wir aktuell auf dem Immobilienmarkt. Doch im Gegensatz zu früheren Immobilienkrisen und Preisblasen sind die gehandelten Preise von stabilen Werten gedeckt. Deutschland nimmt dabei noch eine Spitzenposition ein, als sicherer Hafen mit der geringsten Volatilität der Immobilienmärkte in Europa.
Immobilienanlagen generieren stetige und gesunde Renditen und überzeugen als Anlageklasse, da sie nur geringe Risikokorrelation mit anderen Assets (Aktien & Anleihen) besitzen. Im Vergleich zu Staatsanleihen bieten Wohnimmobilien deutlich attraktivere Renditen (in Deutschland sind über 2,6% höhere Anfangsrenditen möglich). Deutsche Versicherer sind grundsätzlich gut beraten, über eine Erhöhung ihrer Immobilienquote nachzudenken, auch und vor allem unter den neuen Solvency-II-Richtlinien. Unsere aktuelle Studie unterstreicht diese Ergebnisse. Zur Portfoliooptimierung (Rendite) und Portfoliostabilisierung (Risiko) müssen Versicherer die Immobilienquote auf über zehn Prozent erhöhen, um effiziente Portfolien zu bilden. In unseren Modellrechnungen haben wir die Immobilienquote eines Beispielportfolios von 4,5 auf 9 Prozent verdoppelt. Im Ergebnis konnten wir erkennen, dass diese Erhöhung über fünf Jahre zu einer Erhöhung der Gesamtrendite von 0,4 bis 0,5 Prozent zum Portfolioertrag beigetragen hat. In der aktuellen Niedrigzinsphase sind Immobilienanlagen daher ein effektives Investment, um die Portfoliorendite signifikant zu steigern – ohne dass Versicherer ein höheres Risiko eingehen müssen. Deutsche Wohnimmobilien erzielen höhere Renditen als Staatsanleihen bei vergleichbarem Risiko-Rendite-Profil. Immobilien sind für erfolgreiche Asset-Manager also ein wichtiger Portfoliobaustein, der noch stärker beachtet werden sollte.
Enorm wichtig für den Erfolg eines Immobilieninvestments ist ein effizientes Immobilienmanagement. Dabei kommt der Wahl von…