Erschienen in Ausgabe 6-2016Trends & Innovationen

Begleiter und Gestalter

Gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Veränderungsprozesse sind eng mit der Versicherungsbranche verbunden. Markante Zeitpunkte aus den vergangenen 70 Jahren zeigen deutlich, wie wichtig die Gewährleistung von Zukunft durch die Versicherer ist. Durch die Absicherung von Risiken über Kollektive überbrücken Versicherungen für die Gesellschaft die Unwägbarkeiten des Lebens.

Versicherungswirtschaft

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1946: Die Redaktion der neu gegründeten Zeitschrift Versicherungswirtschaft bezieht ihre Räumlichkeiten in der Karlsruher Amalienstraße. Ziel der Zeitschrift ist es, ein Verständnis für die volkswirtschaftliche und soziale Rolle des Versicherungswesens zu fördern. Die Themen der Erstausgabe am 1. Juni stehen ganz im Zeichen des Wiederaufbaus nach den Kriegsjahren.
1948: Einführung der D-Mark und Gründungsjahr GDV.
1956: Die größte Kälte seit 1929 ließ die Temperaturen auf minus 20 Grad Celsius sinken. Dem kalten Winter folgte der kälteste Sommer seit 40 Jahren und der feuchteste seit 100 Jahren.
1957: Gründung der deutschen Kernenergieversicherungs­gemeinschaft
1962: 820 Mio. D-Mark kostet die norddeutsche Flutkatastrophe die Versicherer. Die in Hamburg gelegenen Gebäude sind bei der Hamburger Feuerkasse obligatorisch auch gegen Sturmschäden versichert. Hochwasser an sich gilt auch 1962 als nicht-versicherbares Risiko.
1977: Terrorakte wie die Entführung der Landshut befördern die Einführung der Extended Coverage (EC). Sie schützen vor politischen Risiken wie inneren Unruhen, böswilligen Beschä­digungen, Streiks und Aussperrungen, aber nur zu bestehenden Versicherungen ab einer Versicherungssumme von zehn Mio. D-Mark.
1977: Der Großbrand in den Kölner Ford Werken ist einer der größten Brandschäden der Nachkriegszeit mit einem Schadenaufwand von 370 Mio. Euro. Die industrielle Feuerversicherung gilt seit Jahrzehnten als labiler Markt.
1978: Beginn der Pharma- Rückversicherungs-Gemeinschaft
1984: Münchner Hagel.
1989: Zur Zeit der Wiedervereinigung existieren in der DDR etwa 20 Millionen Versicherungsverträge. Die Staatliche Versicherung wird abgewickelt und ihr Bestand von der Allianz übernommen.
1994: Der Europäische Binnenmarkt für die Versicherer wird Wirklichkeit. In Deutschland entfällt die Pflicht, Allgemeine Versicherungs­bedingungen und Tarife vorab von der Versicherungsaufsicht genehmigen zu lassen.
1999: Lothar und Martin verwüsten Nordeuropa. Die Schäden beider Stürme belaufen sich auf ca. 13,5 Mrd. Euro. 1,2 Mrd. Euro hatte die Axa zu begleichen, die Allianz regulierte Schäden in Höhe von 600 Mio. Euro.
2001: Die Terroranschläge auf das World Trade Center verändern auch die Versicherungswelt. Waren Terrorrisiken bis dahin in den meisten Sach- und Betriebsunterbrechungs-Versicherungspolicen noch mitversichert, haben die Versicherer diese Risiken anschließend flächendeckend ausgeschlossen. In Deutschland wurde 2002 der Terrorversicherer Extremus gegründet…