Erschienen in Ausgabe 6-2016Trends & Innovationen

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Versicherungswirtschaft

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Kassen dürfen Aktien kaufen

Laut einem Gesetzesentwurf der Bundesregierung sollen gesetzliche Krankenkassen künftig einen Teil ihrer bAV-Rücklagen in Aktien investieren dürfen, um eine bessere Verzinsung zu erzielen. Demnach soll die Aktienanlage auf zehn Prozent der Rücklage für die betriebliche Altersvorsorge für Kassenmitarbeiter begrenzt bleiben. Der Spitzenverband der Kassen plädiert für eine Aktienquote von 20 Prozent, die AOK fordert 30 Prozent. Den Vorschlag, die Anlage nur auf in Euro ausgegebene Aktien zuzulassen, kritisieren die Kassen ebenfalls und wollen auch nicht nur in indexierte und passive Anlagen investieren. Der Bundestag wird sich Anfang Juni mit der Gesetzesvorlage befassen.vw

Mini-Brexit der Axa

Der französische Axa-Konzern verkauft sein komplettes Lebensversicherungsgeschäft in Großbritannien. Den Online-Vermögensverwalter Elevate übernimmt die britische Standard Life. Über den Verkauf des Direktversicherers Sun Life verhandelt Axa mit der Phoenix Group, einem UK-Spezialist für die Abwicklung von Lebensversicherungsbeständen. Für den Ausstieg in Großbritannien nimmt Axa einen Buchverlust von 400 Mio. Euro in Kauf. Der Verkaufspreis für das Geschäft liegt bei rund 830 Mio. Euro. Ihr Offshore-Investmentgeschäft auf der Isle of Man haben die Franzosen bereits an die Life Company Consoli­dation Group abgegeben.vw

Uefa ohne Terror-Police

Die Europäische Fußball-Union (Uefa) hat für die diesjährige Europameisterschaft in Frankreich keine Versicherung für Terrorfälle abgeschlossen (mehr ab Seite 28). „Nach den Attentaten von Paris im vergangenen November sind die Prämien unbezahlbar gewesen“, erklärt UEFA-Organisationschef Martin Kallen. Zur Höhe der drohenden Verluste durch Verlegungen oder Ausfälle von Spielen aus Sicherheitsgründen macht er keine Angaben. Kallen räumt ein, dass teure Business-Tickets aufgrund der Terrorgefahr weniger nachgefragt werden und die Uefa ihre Verkaufsziele in diesem Segment verpasst.vw