Erschienen in Ausgabe 6-2016Trends & Innovationen

Axa kehrt Tabakindustrie den Rücken

Versicherungswirtschaft

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Der französische Axa Konzern will sich nicht mehr an der Finanzierung der Tabakindustrie beteiligen und verkauft entsprechende Aktienpakete. Insgesamt gehe es um Beteiligungen im Wert von rund 200 Mio. Euro und Anleihen über etwa 1,6 Mrd. Euro, kündigte Thomas Buberl, desiginierter Chief Executive Officer des Unternehmens, an. Tabak töte jährlich sechs Millionen Menschen – bis 2030 dürften es acht Millionen sein, begründet das Management die Entscheidung.
Als privater Krankenversicherer sehe der Konzern keinen Sinn darin, weiterhin in die Tabakindustrie zu investieren. Bestehende Beteiligungen will die Axa sofort veräußern, Anleihen für die Branche auslaufen lassen. „Die Entscheidung kostet uns etwas“, bilanziert Buberl. Doch angesichts der Schäden, die Tabak an den Menschen anrichte, wolle das Unternehmen Teil einer Lösung sein. Der Manager hofft, dass sich auch andere Ver­sicherer diesem Beispiel anschließen. Im November letzten Jahres hatte die Allianz angekündigt, nicht mehr in Bergbau- und Energieunternehmen zu investieren, die mehr als 30 Prozent ihres Umsatzes oder ihrer Energieerzeugung aus Kohle erzielen.vw