Erschienen in Ausgabe 6-2016Märkte & Vertrieb

Mapfre drängt in die Champions League der Versicherer

Neues Markenkonzept und ein strategisches Bündnis mit Admiral sollen das internationale Geschäft ankurbeln

Von Rolf EngelhardtVersicherungswirtschaft

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Verti soll unsere digitale Marke in Spanien und dem Ausland werden“, kündigt der Präsident der spanischen Mapfre-Gruppe, Antonio Huertas, an. Der bislang ausschließlich im spanischen Heimatmarkt aktive Internetversicherer wird nach der Unternehmens­strategie die Basisplattform für alle bereits existierenden und künftigen Internetaktivitäten weltweit werden. „In Spanien sind wir mit Verti schon heute der führende Internetversicherer“, sagt Huertas. Flankierend hat Mapfre gerade eine strategische Allianz mit internationaler Ausrichtung im Geschäftsfeld der Online-Vergleichsportale mit der britischen Admiral bekannt gegeben. Für den in Madrid ansässigen Versicherer ist die digitale Transformation eine von vier Kernstrategien für das Oberziel rentables Wachstum im Rahmen des gerade verkündeten Strategieplans 2016 bis 2018. Die drei weiteren strategischen Aktionsfelder lauten Kundenorientierung, Exzellenz in der Versicherungstechnik sowie Firmenkultur und internes Talent-Management.

Verti statt Direct Line

„Wenn ein Versicherer sein technologisches Angebot an die Kunden nicht kontinuierlich ausbaut, wird er vom Markt verschwinden“, glaubt Huertas. Im Zuge des internationalen Ausbaus seiner Internetstrategie will die Mapfre-Gruppe nun ein neues Markenkonzept aufsetzen. In Spanien beispielsweise agiert der Versicherer im Internetgeschäft bislang unter der Marke Verti und in Deutschland oder Italien mit der Marke Direct Line. Nach den jetzt bekannt gewordenen Plänen soll Verti künftig in allen Auslandsmärkten zur Anwendung kommen. Folglich wird in Kürze der bekannte Markenname Direct Line in Deutschland und Italien durch Verti ersetzt werden. Mapfre hatte im September 2014 mitgeteilt, dass sie die lokalen Einheiten der britischen Direct Line in Deutschland und Italien für einen Kaufpreis von 550 Mio. Euro übernimmt. Beide Einheiten gehören zu den führenden Anbietern in ihrem Segment in den jeweiligen Ländern. Die Transaktion bescherte Mapfre 1,6 Millionen neue Kunden und zusätzliche Prämieneinnahmen in Höhe von 714 Mio. Euro. „Die übernommenen Aktiva von Direct Line in Italien und Deutschland stellen eine absolut strategische Investition für die Mapfre dar“, begründete Huertas damals die Übernahme. Die Transaktion stärke zwei Kerngeschäftsfelder ihrer weltweiten Wachstumsstrategie: die Expansion in der europäischen Nichtlebensversicherung und das Onlinegeschäft.
Die Erfahrungen von Mapfre mit Ihrem Internetversicherer Verti sind in Spanien allerdings nicht frei von…