Erschienen in Ausgabe 6-2016Unternehmen & Management

Barmenia: Wachstum in allen Bereichen – Angriff bei situativen Policen – Rechnungs-App kommt gut an

Von Monika LierVersicherungswirtschaft

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Getragen von allen Bereichen ist die Barmenia-Gruppe 2015 schneller gewachsen als die Branche. Vorstandschef Andreas Eurich zeigte sich auf der Bilanzpressekonferenz zufrieden. Der Krankenversicherer hat jedoch nicht nur Voll-, sondern auch Ergänzungsversicherte verloren.
Anders als im Vorjahr hat die Barmenia Krankenversicherung 2015 nur Versicherte, aber keine Prämie verloren. Die Zahl der Vollversicherten vermindert sich erneut um ein halbes Prozent auf 300.750 Personen und die Zahl der Ergänzungsversicherten um 0,3% auf 901.015 Personen. Dabei legten die Bruttobeiträge aber um 4,2% auf 1,57 Mrd. Euro zu. Für das Neugeschäft wird ein Plus von 7% angegeben, wobei das qualitative Geschäft im Segment der Angestellten und Ärzte erneut ausgebaut wurde. Jeder neunte Wechsler aus der gesetzlichen Kasse entscheidet sich nach Unternehmensangaben für die Barmenia – auch dank des digitalen Service.
2015 wurden die RechnungsApp und das Kundenportal „meine-barmenia.de“ überarbeitet. Aktuell nutzen 34.000 Kunden die App, bereits 35.000 Kunden wechselten komplett in die digitale und papierlose Welt. Mit der RechnungsApp werden Rechnungseingänge in der Regel innerhalb von 24 Stunden abgerechnet. Zurzeit würden so rund 3.000 Einreichungen pro Woche gezählt. „Der Fokus, den wir im vergangenen Jahr auf die Verbindung von On- und Offline-Prozessen gelegt haben, wurde durch unsere Kunden gleichermaßen honoriert und eingefordert“, erklärte Eurich. In Sachen Digi­talisierung sei noch „Luft nach oben“.
Für Versicherungsfälle wurden mit 1,08 Mrd. Euro 1,6% mehr aufgewendet, was einer Schadenquote von 78,9 (81,7)% entspricht. Durch das höhere Neugeschäft stieg die Abschlusskostenquote auf 7,7 (7,6)%; die Verwaltungskostenquote blieb mit 2,3% weiter stabil. Damit verbesserte sich die versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote auf 11,1 (8,4)%.
Bei einer Nettoverzinsung von 3,6 (3,8)% wurden aus den Kapitalanlagen von 8,62 Mrd. Euro (+6,2%) netto knapp 314 Mio. Euro (+1,0%) erzielt. Der Rohüberschuss nach Steuern erholte sich damit auf 190,0 (154,8) Mio. Euro. Davon wurden 173,0 (139,8) Mio. Euro der Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung Euro zugeführt, die damit 505 (513) Mio. Euro erreichte.
Die Barmenia Leben steigerte ihr Neugeschäft 2015 um fast 11% auf 23,7 Mio. Euro APE (Annual Premium Equivalent). Im Vertrieb scheint man das Riester-Bashing noch nicht zu spüren. „Die Frage nach Riester ist verfehlt. Wir reden hier über 16 Millionen Verträge, die im Alter zu…