Erschienen in Ausgabe 6-2016Unternehmen & Management

Dialog Leben: Neugeschäft legt überraschend zu – Umbau der Mutter Generali Deutschland hilft kräftig mit

Von Reinhold MüllerVersicherungswirtschaft

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Die Zunahme beim laufenden Beitrag im Neugeschäft um 8,8% auf 31,2 Mio. Euro, der Stückzahl von 41.071 auf 44.395 und der Versicherungssumme um 12,7% „ist umso bemerkenswerter, als mit dem Niedergang der klassischen Kapitallebensversicherung eine zunehmende Zahl von Wettbewerbern in das Segment der biometrischen Produkte drängt“, heißt es im Geschäftsbericht 2015 der Dialog Lebensversicherungs-AG in Augsburg. Der zur deutschen Generali-Gruppe gehörende Maklerversicherer hatte sich bereits vor einem Dutzend Jahren auf diese Nische spezialisiert, wird dort zugleich erinnert. Außerdem wird darauf hingewiesen, dass sich auch der Absatz von Risikolebensversicherungen über den Exklusivvertrieb der Generali Versicherungen, für den die Dialog im Rahmen der Konzern-Neuorganisation seit Jahresbeginn 2015 als Produktgeber fungiert, positiv ausgewirkt hat. Über diese zusätzliche Vertriebsschiene kamen im Berichtsjahr 4.099 eingelöste Versicherungsscheine mit einem laufenden Beitrag von 2,8 Mio. Euro und einer Versicherungssumme von 566,8 Mio. Euro herein.
Im Bestand führte dieses – entgegen dem Markttrend erzielte – starke Neugeschäft zu einem Zuwachs des laufenden Jahresbeitrags um 5,9% auf 273,8 Mio. Euro, der Stückzahl um 5,2% auf 438.215 und der Versicherungssumme um 8,9% auf 50,0 Mrd. Euro. Es resultiert allerdings ausschließlich aus der Risikolebensversicherung, während die laufenden Beiträge im Neugeschäft mit der Berufsunfähigkeitsversicherung um 17% auf 1,8 Mio. Euro sanken und die Anzahl eingelöster Versicherungsscheine um 27,5% auf 1.772. In der Erwerbsunfähigkeitsversicherung „verharrten die Verkaufszahlen auf niedrigem Niveau“, ist dem Geschäftsbericht zu entnehmen.
Die gebuchten Bruttobeiträge nahmen um 5,5% zu und die Bruttozahlungen für Versicherungsfälle um 1,9% auf 50,8 Mio. Euro, nachdem sich vor allem die Todesfallleistungen von 35,9 Mio. auf 40,5 Mio. Euro erhöhten. Der Anstieg der Abschlusskosten um 9,7% auf 30,4 Mio. Euro ließ die Abschlusskostenquote deutlich ansteigen und wird mit höheren Provisionen erklärt, nachdem auch für das vom Exklusivvertrieb der Generali vermittelte Geschäft Abschlussprovisionen vergütet werden. Der Verwaltungskostensatz verbesserte sich dagegen trotz der Zunahme der Verwaltungskosten um 4,8% auf 7 Mio. Euro leicht.
Die Kapitalanlagen der Dialog – ohne den Anlagestock der fondsgebundenen Versicherung – stiegen um 1,6%. auf 25 Mio. Euro. Sie befanden sich als Reaktion auf teils negative Strafzinsen auf Tagesgeldkonten…