Erschienen in Ausgabe 5-2016

Ermöglichung.

Von Dr. Dirk SolteVersicherungswirtschaft

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Infrastrukturen und Logistik sind für wirtschaftliche Aktivitäten essenziell. Dieses Thema wird im Titelreport beleuchtet. Wachsende Ansprüche, eine wachsende Weltbevölkerung und die Erkenntnis, dass ökonomische Aktivitäten auch ökologische Konsequenzen haben, das sind kritische Aspekte für die vor uns liegenden Herausforderungen. Es bedarf eines Um- und Ausbaus und dafür der Kanalisierung hoher investiver Mittel.
Das International Transport Forum ITF, eine Expertengruppe im Rahmen der OECD, prognostiziert bis Mitte dieses Jahrhunderts ein Wachstum des weltweiten Transportvolumens um fast 400 Prozent. Um dies zu gewährleisten, muss sich die Mobilitäts- und Logistikinfrastruktur mitentwickeln. Das ist an sich schon eine Herausforderung in der vor uns liegenden Zukunft. Mit den bestehenden Technologien und Energien wird eine Bewältigung jedoch nicht möglich sein, denn eine Steigerung des CO2-Ausstoßes um ebenfalls 400 Prozent würde den Planeten auf eine Temperatur weit über die weltweit vereinbarte Zielmarke von höchstens zwei Grad über dem Niveau vor Beginn der Industrialisierung katapultieren. Die Experten weisen bei ihren Prognosen darauf hin, dass große Investitions- und Innovationsanstrengungen notwendig sind, denn zur Einhaltung der Klimaziele ist eine signifikante Reduktion der Emissionen nötig. Die immense Herausforderung besteht darin, auf weltweiter Ebene die Grundlagen für eine ökologisch verträgliche und so die Umweltrisiken minimierende Wertschöpfungsfähigkeit umzubauen und die ökonomischen sowie sozialen Risiken auf dem Weg dahin, soweit möglich, beherrschbar zu machen. Dazu bedarf es einer fairen Lösung zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Die Versicherer sind bereit, ihre Kompetenz im Risikomanagement und ihr Potenzial als Ermöglicher von Innovation aktiv einzubringen. Dafür hat die Branche mit den Vereinten Nationen und der Weltbankgruppe das IDF – Insurance Development Forum – ins Leben gerufen. Auf europäischer Ebene soll ein Teil der benötigten Investitionsmittel über ein Public Private Partnership und den Europäischen Fonds für strategische Investitionen EFSI bereitgestellt werden. Doch hier, wie auch am Standort Deutschland, stockt es – trotz Nullzins-Optionen. Es ist zu hoffen, dass die Hinderungsgründe bald positiv aufgelöst werden, damit der Umbau in eine zukunftsfähige Wertschöpfungsfähigkeit Fahrt aufnimmt.
Dann wäre die ökologische Basis auch für zukünftige Teilhabe im Rahmen der bAV-Reformvorschläge gelegt, in denen…