Erschienen in Ausgabe 5-2016Unternehmen & Management

Axa: Mehr Ertrag – Vorsorge-Geschäft profitiert von internem Modell

Von Monika LierVersicherungswirtschaft

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Getragen von Wachstum im Segment Life & Savings mit 9,6 Mrd. Euro Nettozufluss ist der Axa-Konzern weltweit im Gj. 2015 um gut 1% auf 98,5 Mrd. Euro gewachsen und hat dabei auch mehr verdient: Das bereinigte Ergebnis stieg nach Unternehmensangaben um 2% auf 5,6 Mrd. Euro, das Nettoergebnis um 3% auf 5,6 Mrd. Euro. Den Aktionären wird eine um 16% auf 1,10 Euro angehobene Dividende vorgeschlagen. Laut Geschäftsbericht kommt der Weltkonzern für sein genehmigtes internes Modell auf eine Solvency-II-Kapitalquote von 205% zum 31. Dezember 2015. Angestrebt wird für die Solvenzquote ein Zielbereich zwischen 170 und 230%. Nach Unternehmensdarstellung wird das Segment Life & Savings unter Solvency II einer weniger hohe Eigenkapitalunterlegung bedürfen als bisher. Der operative Cashflow könnte damit jährlich 500 Mio. Euro höher ausfallen als bisher.
Die Hälfte des Wachstums in der Vorsorge stammt aus den USA, wo die Bruttobeiträge um 18% auf 13,6 Mrd. Euro stiegen. Damit entfallen rund 23 (21)% dieses Segments auf das US-Geschäft. Der Heimatmarkt Frankreich bringt unverändert 27% des Umsatzes in diesem Segment. Für Deutschland weist die internationale Konzernbilanz 6,65 (6,64) Mrd. Euro Prämie aus, was einem Anteil von 11 (12)% entspricht. In der Schaden- und Haftpflicht sind die Mittelmeerländer und Lateinamerika die stärksten Regionen, auf die mit knapp 7,5 Mrd. Euro 24 (25)% entfallen. In Frankreich sank das Geschäft leicht auf 6,02 (6,03) Mrd. Euro. Mit 17,86 (17,22) Mrd. Euro kommt etwas mehr als die Hälfte des Geschäfts von Privatkunden; allein „Motor“ macht mit 10,4 (10,38) Mrd. Euro 33 (35)% aus. Auf das Flottengeschäft entfallen hingegen nur 2,78 (2,62) Mrd. Euro und damit unverändert 9%.
Die Axa Deutschland meldet für 2015 ein Plus von 1,2% auf 10,6 Mrd. Euro Bruttobeitrag und eine Verbesserung des operativen Ergebnisses (Underlying Earnings) um 9,9% auf 541 Mio. Euro. Das Nettoergebnis (Net Income), das im Vorjahr durch positive Marktwertentwicklungen bei Rentenpapieren und Gewinnrealisierungen außerordentlich begünstigt war, lag hingegen mit 511 (521) Mio. Euro um fast 2% unter dem Vorjahreswert. Nach Unternehmensangaben arbeiteten alle drei Sparten unverändert profitabel. Das Kapitalanlageergebnis sank um 13,7% auf 2,84 Mrd. Euro.
„Wir haben im vergangenen Jahr gesagt, dass wir aus einer stabilen und wettbewerbsfähigen Position heraus wieder stärker am Markt angreifen wollen“, wird der neue Weltkonzern-Lenker Dr. Thomas Buberl noch in seiner…