Erschienen in Ausgabe 5-2016Unternehmen & Management

W&W: Höchster Firmengewinn – Günstige Schaden- und Kostenentwicklung

Von Monika LierVersicherungswirtschaft

Lesen Sie den vollständigen Artikel

Erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln unserer Fachzeitschriften und Publikationen.
Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) hat im Gj. 2015 mit einem um 13,3% auf 274,3 Mio. Euro gestiegenen Gewinn nach Steuern so viel verdient wie noch nie. Für 2016 wird ein Konzernergebnis von mindestens 220 Mio. Euro angestrebt. Stärkster Ergebnistreiber war im Berichtsjahr eigenem Bekunden nach die Schaden- und Unfallversicherung mit einem ganzjährig günstigen Schadenverlauf und einer positiven Kostenentwicklung. Das Segment Schaden-/Unfallversicherung (Württembergische Versicherung AG) erzielte einen Segmentüberschuss von 114,9 (128,2) Mio. Euro. Trotz Brutto-Schadenaufwendungen für Elementarschäden von 65,0 Mio. Euro verdoppelte sich das ver­sicherungstechnische Ergebnis vor Zuführung zur Schwankungsrückstellung auf 105,0 (52,3) Mio. Euro und damit das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit auf 73,7 (53,5) Mio. Euro. An die Obergesellschaft W&W AG wurden 70,8 (55,8) Mio. Euro Gewinn abgeführt. Gleichwohl wurde das anvisierte Ziel von 100 Mio. Euro Gewinn in der Kompositversicherung wegen der Probleme durch den Kapitalmarkt und hoher zinsbedingter Belastungen aus der Pensionsrückstellung nicht erreicht.
Im Segment Personenversicherung nahm der Überschuss um fast 12% auf 40,3 Mio. Euro ab. Bei der Württembergischen Lebensversicherung AG gilt bis auf Weiteres eine Ausschüttungssperre. Im Rahmen der verschärften Bedingungen des Lebensversicherungsreformgesetzes wird für 2015 keine Dividende gezahlt und der Hauptversammlung vorgeschlagen, den Überschuss von 25 Mio. Euro in die Gewinnrücklage zu stellen. Die W&W AG hält 94,89% der Aktien der WürttLeben; 5,11% sind noch in Streubesitz.
Interne Berechnungen, die auf den Planungen für 2016 bis 2018 basieren, zeigen, dass den aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen an die Eigen­mittelausstattung gemäß den ab dem 1. Januar 2016 geltenden Solvency-II-Regelungen im Planzeitraum voraussichtlich entsprochen wird, schreibt der Vorstand im Geschäftsbericht 2015. Im Dezember waren die Eigenmittel durch eine weitere Nachranganleihe von 250 Mio. Euro verstärkt worden. Zum Bilanzstichtag erreichten das Eigenkapital 409,0 (439,3) Mio. Euro und die Nachrangigen Verbindlichkeiten 592,7 (347) Mio. Euro.
Im Leben-Konzern wurde die Zinszusatzreserve um 396,1 (382,4) Mio. Euro auf 1,26 Mrd. Euro verstärkt. Maßgeblich für die Zinsverstärkung war der Bewertungszins, der für die WürttLeben 2,65 (2,95)%, für die Karlsruher 2,60 (3,00)% und für die ARA Pensionskasse 2,75 (3,11)% beträgt. Für 2016 wird ein…