Erschienen in Ausgabe 5-2016Unternehmen & Management

Munich Re: Konzernergebnis verbessert – Rückgang bei Kapitalanlage – Wachstum im Rückversicherungsgeschäft

Von Reinhold MüllerVersicherungswirtschaft

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Das Wachstum der gebuchten Beiträge um 3,1% im Gj. 2015 erzielte die Munich Re ausschließlich im Rückversicherungsgeschäft. Dort legte sie in der Lebens-Rückversicherung um 4,9% zu und in der Schaden- und Unfall-Rückversicherung um 5,7%. Dabei waren laut Geschäftsbericht allerdings Wechselkurseffekte die alleinigen Wachstums­treiber. Bei unveränderten Wechselkursen wäre bei der Lebensversicherung ein Beitragsrückgang um 2,5% zu verzeichnen gewesen und bei der Schaden- und Unfallversicherung – auch aufgrund von Portfolio-Reduzierungen wegen nicht auskömmlicher Preise – um 5,8%.
Im Erstversicherungsgeschäft der Tochter Ergo nahmen die gebuchten Bruttobeiträge – ohne jene aus der Direktversicherung – in der Lebens- und Krankenversicherung insgesamt um 3,9% ab. Im deutschen Lebensversicherungsgeschäft sanken sie insbesondere aufgrund geringerer Einmalbeiträge um 9,6% auf 3,6 Mrd. Euro und in der Krankenversicherung um 0,9% auf 5,2 Mrd. Euro. Die Ergo Direkt verbuchte bei den gesamten Beitragseinnahmen ein Minus von 1,2% auf 1,1 Mrd. Euro. In der deutschen Schaden- und Unfallversicherung wuchsen die gebuchten Bruttobeiträge dagegen um 1,5% auf 3,16 Mrd. Euro an und international um 3,6%. Im Geschäftsbereich Munich Health legten sie um 5,3% auf 5,6 Mrd. Euro zu, wobei jedoch auch hier vor allem Wechselkurseffekte wirksam wurden.
Ein ähnlich unterschiedliches Bild wie bei dem Umsatz bietet sich bei der Ertragsentwicklung. Hier ging das Konzernergebnis in der Lebens-Rückversicherung um 15,5% zurück. Laut Geschäftsbericht ist dieser Rückgang jedoch hauptsächlich auf die jeweils zweistelligen Aufwendungen für zwei Todesfälle zurückzuführen. Sie drückten das versicherungstechnische Ergebnis unter die erwartete Höhe von rund 400 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr verbesserte sich das Ergebnis dennoch von 279 Mio. Euro auf 335 Mio. Euro. Gleichzeitig stieg das Kapitalanlageergebnis dank positiver Wechselkurseffekte und eines verbesserten Derivateergebnisses auf 898 (811) Mio. Euro. In der Schaden- und Unfall-Rückversicherung stieg das Konzernergebnis um 17,4% an. Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich dank eines erneut außergewöhnlich günstigen Schadenverlaufs auf 3,1 (2,4) Mrd. Euro. Rund 1,2 Mrd. Euro an Rückstellungen für Schäden früherer Jahre konnten aufgelöst werden. Das Kapitalanlageergebnis wuchs auf 2 (1,8) Mrd. Euro an.
Im Geschäftsbereich Leben/Gesundheit der Tochter Ergo verbesserte sich im deutschen Geschäft hauptsächlich dank geringerer…