Erschienen in Ausgabe 4-2016Unternehmen & Management

Allianz SE: Gesamtumsatz geht nach interner Rechnung zurück – Gewinn legt dank gutem Kapitalanlage-Ergebnis zu

Von Reinhold MüllerVersicherungswirtschaft

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Ohne die Berücksichtigung von Wechselkurseffekten sowie Übernahmen und Verkäufen stieg der Gesamtumsatz des Allianz-Konzerns im Geschäftsjahr 2015 um 2,4%. Nach interner Rechnung ging er allerdings um 2,1% zurück. Dafür waren laut Geschäftsbericht der Gruppe vor allem sinkende Prämieneinnahmen im Segment Lebens- und Krankenversicherung in den USA und in Deutschland aufgrund der strategischen Umsteuerung hin zu weniger kapitalintensiven Produkten ursächlich. Die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen gingen in diesem Segment nach interner Rechnung deshalb um 4,9% zurück. Das deutsche Geschäft trug dazu 17,7 Mrd. Euro bei und damit nach interner Rechnung 6,7% weniger als 2014. In den USA sanken die gesamten Beitragseinnahmen um 26,1% auf 10,5 Mrd. Euro, nachdem dort als Reaktion auf das Niedrigzinsumfeld im ersten Halbjahr 2015 Preisänderungen durchgeführt worden waren.
Auch im Bereich Asset Management sank der Umsatz weiter. Er schrumpfte nach interner Rechnung hier wegen der anhaltenden Nettomittelabflüsse von Dritten in Höhe von 107 Mrd. Euro bei Pimco in den USA um 11,4%. Die Schwestergesellschaft Allianz Global Investors verzeichnete laut Geschäftsbericht 2015 dagegen „starke Nettomittelzuflüsse“ von Dritten. Der Abrieb bei Pimco habe sich jedoch im Jahresverlauf verlangsamt.
Vorwiegend volumenbedingte Zuwächse um – nach interner Rechnung und bei einem Preiseffekt von 0,8% – 2,9% gab es bei den gebuchten Brutto­beiträgen in der Schaden- und Unfallversicherung. Sie waren insbesondere bei Allianz Worldwide Partners, in der Türkei und bei der AGCS zu verzeichnen. Im Geschäftsbereich Corporates und Sonstiges, zu dem das Bankgeschäft und das Segment Alternative Investments gehört, wuchs der Umsatz um 4,5%.
Anders als bei der Umsatzentwicklung trug die Lebens- und Krankenversicherung zum Anstieg des operativen Ergebnisses um insgesamt 3,2% einen im Vergleich zum Vorjahr erheblich höheren Anteil bei. Es stieg dort hauptsächlich dank der von knapp 3 Mrd. auf 3,9 Mrd. Euro höheren, wesentlich durch Gewinnrealisierungen erzielten Marge aus Kapitalanlagen, die insbesondere in Deutschland anfiel, um 14,1% auf 3,8 Mrd. Euro. Hinzu kamen positive Wechselkurseffekte, ein höherer Zinsüberschuss in den USA und um 144 Mio. Euro gestiegene Verwaltungsgebühren aus fondsgebundenen Verträgen, deren Absatz im Zuge der generellen strategischen Verlagerung weg von traditionellen Produkten insbesondere in Italien und Taiwan deutlich zulegte. Der Jahresüberschuss dieses Geschäftsbereichs…