Erschienen in Ausgabe 4-2016Trends & Innovationen

Schaden-Prisma März 2016

Beim größten Kunstraub in der jüngeren spanischen Geschichte wurden Werke im Wert von 30 Mio. Euro entwendet

Versicherungswirtschaft

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Spektakulärer Kunstraub in Madrid: Es ist einer der größten Kunstdiebstähle in der jüngeren Geschichte Spaniens. Diebe haben in der spanischen Hauptstadt fünf Werke des irischen Malers Francis Bacon (1909 bis 1992) im Wert von über 30 Mio. Euro aus einer Privatwohnung gestohlen. Die Tat ereignete sich bereits im Juni letzten Jahres, wurde aus ermittlungstaktischen Gründen bis jetzt geheim gehalten. Von den Gemälden fehlt nach wie vor jede Spur.
Der aktuelle Fall zeigt die Risikoexponierung von Kunstgegenständen. Speziell bei den großen Kunstmessen besteht für die Werke eine erhöhte Gefahr. Entsprechend umfangreich sind die Versicherungen. Bei der Tefaf oder der Art Basel etwa liegt die aggregierte Versicherungssumme bei rund drei Mrd. Euro (siehe auch S. 82).
Insgesamt gingen die Weltmarktumsätze im Kunst­geschäft im vergangenen Jahr allerdings um etwa sieben Prozent auf 63,8 Mrd. US-Dollar zurück, heißt es in einer jährlich zur Tefaf fortgeschriebenen Studie. Der Markt schwächelt insbesondere im mittleren Segment (Objekte zw. 50.000 Dollar und einer Mio. Dollar).
Die Kunstversicherung ist eine besondere Ausprägung der Transportversicherung und wird von relativ wenigen Marktteilnehmern angeboten. Marktführer ist Axa Art, wesentliche Positionen besetzen Hiscox, Nationale Suisse, Allianz und Uniqa.

Hochwasser und Sturm in den USA

Anhaltend starker Regen und Gewitterstürme setzten im März weite Landstriche von Kalifornien bis zur Golfküste unter Wasser. Mindestens sechs Menschen starben bei den Unwettern. In Arkansas, Louisiana, Mississippi und Texas wurde der Notstand ausge­rufen. Noch sei es für Schadenschätzungen zu früh, heißt es von Aon Benfield. Angesichts der vielen beschädigten Häuser und Autos werde die Summe der versicherten Schäden mehrere Hundert Mio. US-Dollar betragen.

Diesel-Unfall in Esslingen am Neckar

Im baden-württembergischen Esslingen Mettingen liefen am 8. März 100 Liter Diesel aus einem Tankwagen aus. Der Kraftstoff ergoss sich auf einen Hof und die angrenzende Straße. Der Fahrer des LKW riss sich beim Rangieren an einer Metallschiene den Tank auf. Die Feuerwehr Esslingen war mit mehr als zehn Fahrzeugen im Einsatz, darunter die Abrollbehälter Gefahrgut und Umwelt.

Tödliches Lawinenunglück in Südtirol

Am Schneebigen Nock im Ahrntal starben am 12. März sechs Skitourengeher als sich eine enorme Lawine löste und über 700 Höhenmeter ins Tal walzte. Nach aktuellen Erkenntnissen hatten sich die Wintersportler korrekt verhalten. An dem Tag bestand nur…