Erschienen in Ausgabe 3-2016Märkte & Vertrieb

Mit Sensoren zum smarten Fort Knox

Effektives Risikomanagement mit Smart-Home-Systemen

Von Thomas RockmannVersicherungswirtschaft

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Ob Feuer, Rohrbruch, Unwetter oder Einbruch: Versicherer zahlen jährlich hohe Summen für entstandene Schäden in Haus oder Wohnung. Mit Smart Home lassen sich viele dieser Schadensfälle minimieren. Zudem ermöglicht das vernetzte Zuhause Versicherungsunternehmen ein effektives Risikomanagement sowie eine bessere Kundenbindung und Neukundenakquise.
Hauseigentümer sollten unbedingt eine haben, aber auch viele Mieter schließen eine ab: die Rede ist von Wohngebäude- und Hausratversicherungen. Für Versicherungsunternehmen ein wichtiger Markt. Zwar erreichten 2014 fast alle Versicherer eine positive Schaden-/Kostenquote von unter 100 Prozent. Dennoch liegen die jährlichen Gesamtkosten für die deutsche Versicherungswirtschaft im Bereich Wohngebäude- und Hausratversicherung bei insgesamt knapp vier Mrd. Euro.

Gezielte Schadenprävention

Allein für Schäden durch Einbruch und Diebstahl zahlten deutsche Versicherer 2014 rund 480 Mio. Euro, für Feuerschäden etwa 880 Mio. Euro und für Wasserschäden gar 2,5 Mrd. Euro. Dabei lassen sich viele dieser Schadensfälle vermeiden – unter anderem mit Smart Home.
Mit der vernetzten Technik behalten Nutzer ihr Zuhause jederzeit im Blick. Hat die Waschmaschine ihr Programm beendet? Ist das Bügeleisen noch an? Oder steht ein Fenster offen? Smart Home macht das Wohnen nicht nur komfortabler und nachhaltiger, sondern vor allem auch sicherer. Dies haben mittlerweile auch viele Verbraucher erkannt. Nutzten nach Angaben der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte 2013 noch etwa 315.000 Haushalte in Deutschland Smart Home, werden bis zum Jahr 2020 rund eine Million Haushalte die vernetzte Technologie anwenden.
Auch für Versicherungsunternehmen stellt das Thema Smart Home ein enormes Innovationspotenzial dar und bietet viele Chancen: Denn mit der intelligenten Technik lassen sich Einbrüche und Schadensfälle minimieren. Nach Untersuchungen des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung, werden ein Drittel aller Brände durch Fehler in der elektrischen Installation oder Geräten verursacht. Ganz oben auf der Liste der Schadensforscher stehen dabei Wäschetrockner (15%), gefolgt von Fernsehern (14%), Kühl- und Gefriergeräten (8%) sowie Waschmaschinen und Geschirrspülern (jeweils 6%). Der Grund: Viele elektrische Geräte werden nicht gewartet, falsch benutzt oder sind schlicht zu alt. Eine Studie der britischen Verbraucherorganisation Which? bestätigt das. Danach verursachten defekte Haushaltsgeräte zwischen Januar 2011 und März 2014 knapp…