Erschienen in Ausgabe 2-2016Trends & Innovationen

Schaden-Prisma Januar 2016

Wetterextreme halten die USA seit Jahresbeginn in Atem, die Schäden aus Winterereignissen werden größer

Von Julia Kolhagen und Christoph BaltzerVersicherungswirtschaft

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Von heftigen Wetterextremen war der Jahresbeginn in den USA geprägt. Der Blizzard Jonas hatte am 23. Januar die Ostküste der USA bis hinunter nach Virginia weitgehend lahmgelegt. 150.000 Haushalte in North Carolina waren zwischenzeitlich ohne Strom, das öffentliche Leben in New York und Washington kam weitgehend zum Erliegen. Für die Schäden gab es bis Redaktionsschluss keine realistische Schätzungen, doch die dürften beträchtlich sein. Ein Blizzard im Januar 2014 hatte 1,7 Mrd. US-Dollar an Schäden verursacht, vor allem durch zugefrorene Wasserleitungen und Dächer, die unter der Schneelast zusammenbrachen.
„Die versicherten Schäden, die von Winterstürmen verursacht werden, steigen weiter an“, resümiert Robert Hartwig, Präsident des Insurance Information Institute (III). Nach Berechnungen des Branchendienstes zahlten die US-Versicherer im vergangenen Jahr 2,9 Mrd. US-Dollar für Winterwetterschäden. Sieben Prozent aller Schäden aus Naturkatastrophen sind auf Winterereignisse zurückzuführen.
Vor dem „Snowzilla“ hatten Tornardos in Florida eine Spur der Verwüstung hinterlassen. 178 Häuser wurden von einem Twister zerstört. Seit Dezember kämpft fast das ganze Land mit Hochwasser und Winterstürmen. Mehrere Tiefdruckgebiete – die von Meteorologen auf El Niño zurückgeführt werden – brachten über den Jahreswechsel starke Regenfälle und Schneefall. In Kalifornien kam es im Januar zu mindestens sieben Erdrutschen, zwei Tornados und zehn heftigen Stürmen. Kurz vor dem Jahreswechsel riss ein zehntägiges Sturmtief 54 Menschen in den Tod, über 100 Menschen wurden verletzt. Das Unwetter erstreckte sich vom Südwesten des Landes bis in den Nordosten. Es kam zu Tornados und Fallwinden mit heftigen Niederschlägen, die zu Überflutungen führten. Der wirtschaftliche Schaden dieses Unwetters wird von Aon auf mehrere Milliarden US-Dollar geschätzt.

Großbrand im niederländischen Yachthafen Wessem

In der Halle eines Yachthafens in der Nähe von Roermond verbrannten 15 Boote. Viele der zerstörten Yachten hatten deutsche Besitzer. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Vor einem Jahr hatte es in der Region eine Brandserie gegeben, bei der die Yachthäfen in Wessem, Herten, Ohé en Laak und Roermond in Flammen aufgingen. Man vermutete Versicherungsbetrug, doch der konnte nicht nachgewiesen werden. Bei einem der Brände war damals Asbest frei gesetzt worden, sodass die Innenstadt von Roermond gesperrt werden musste.

Tödlicher Medikamententest

Die franzö­sische Gesundheitsministerin Marisol…