Erschienen in Ausgabe 2-2016

Gewinner.

Von Heinz Klaus MertesVersicherungswirtschaft

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Dienste leisten mit Gewinn, so die Überschrift des VW-Titelreports dieser Ausgabe. Es geht um den Kosmos unternehmensexterner Anbieter von Wissen und Können rund um die Versicherungsunternehmen. Die Leistungskraft, Produktivität, Servicetiefe und Qualität des Auftragspartners zu optimieren, ist ihr Geschäftszweck – ein B2B-Markt also, bei dem in der Tat beide Seiten gewinnen können. Voraussetzung indes wie überall: Strategie und Management müssen stimmen – auf beiden Seiten. Kurz und bündig stellt Ulrich Leitermann, Vorstandschef der Signal Iduna, fest. „Wir können nicht auf externe Dienstleister verzichten.“
Die Versicherer sind eng in die Wertschöpfungsstrukturen der deutschen Volkswirtschaft eingebunden. Die funktionalen Effekte ihrer Nachfrage nach sogenannten Vorleistungen sorgen mächtig für Wachstum und Beschäftigung in dem reichhaltigen Umfeld externer Dienstleistungsfirmen, so eine umfassende Prognos-Studie. Mehr als 20 Mrd. Euro an solchen Vorleistungen generieren Versicherer und Pensionskassen allein aus Branchen außerhalb des Finanzsektors.
Einkauf, Steuerung sowie die strategische Einordnung des Outsourcings sind wichtige Managementaufgaben, die nicht nur entscheidend sind für die Produktivität, sondern auch für Kompetenz und Kennung des Unternehmens selbst. Man denke nur an den wettbewerbsrelevanten Bereich der Assistance-Leistungen. Auf der Seite der Dienstleister gelten diese Anforderungen entsprechend. So stellen wir wichtige Checkpunkte aus der unternehmerischen Sicht beider Partner vor (ab Seite 14).
Die weltweiten Risiken werden immer weniger beherrschbar. Nicht nur die Zahl der Brennpunkte nimmt zu, wie auf dem Weltwirtschaftsforum jetzt in Davos traktiert wurde, sondern auch die Gefahr des wechselseitig ansteckenden Funkenflugs untereinander, wie der World Risk Report im Vorfeld des Davoser Weltwirtschaftsforums dokumentiert (Seite 30).
Versicherungslösungen wandeln sich so dynamisch, wie die Anforderungen derer, die Vorsorge und Deckung brauchen. So müssen die Programme und Produkte für Industrie 4.0 völlig neu durchdacht werden (Seite 58).
Zur Wahrheit gehört auch: Hinter jeder unternehmerischen Entscheidung steht ein Risiko und damit aber auch jemand, der die Verantwortung dafür übernimmt – im Zweifelsfall dafür haftet. In Anbetracht der gewaltigen Wirkungen von Management-Fehlentscheidungen stößt die D&O als Deckung an ihre Grenzen. So entbrennt im Schadenfall immer häufiger ein Kampf um die Versicherungssumme (Seite 54).
Die…