Erschienen in Ausgabe 2-2016Köpfe & Positionen

Im Profil Mark Ortmann

„Wettbewerb kann nur funktionieren, wenn Transparenz herrscht“

Von Wolfgang OtteVersicherungswirtschaft

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In einem der anonymen Bürohauskomplexe in unmittelbarer Nähe des Berliner Alexanderplatzes, die nach der Wende nahezu jede Baulücke in Deutschlands Hauptstadt ausfüllen, hat das Institut für Transparenz (ITA) seinen Hauptsitz. Es kommt nicht von ungefähr, dass hier viele der wie Pilze aus der Erde schießenden Start-Up-Unternehmen ihr Headquarter platzieren. Auf der Etage, von der aus ITA-Geschäftsführer und Miteigentümer Mark Ortmann sein Unternehmen leitet, wimmelt es nur so von jungen Leuten in legerer Kleidung, die mit voller Konzentration vor ihren Bildschirmen sitzen.
Der 46-jährige Manager hat sich einer Leidenschaft verschrieben. Seit 2006 will der gelernte Bankkaufmann und Volljurist mit seinem Team Versicherungs- und Finanzprodukte für alle Marktteilnehmer verständlicher und transparenter machen. Mit FinLeap – einem Investor und Company Builder – als Partner, unterstützt das ITA seit Mai 2015 Versicherer bei deren Digitalisierungsbestrebungen und entwickelt neue Geschäftsmodelle im Insurance-Bereich. Sein Team setzt auf eine produktive Kooperation mit Banken und Versicherern. Im digitalen wie im analogen Leben bleibt der Fokus Ortmanns auf Transparenz und Informationsvermittlung: „Vor allem unverständliche Unterlagen, mangelnde Aufklärung und verschleierte Kosten machen Produktvergleiche für Kunden oft unmöglich“, erklärt er. Als Inhaber oder Partner bei verschiedenen Gesellschaften im Bereich der Finanzdienstleistungen spezialisierte sich der Manager schon in früheren Jahren auf Versicherungs- und Vorsorgeprodukte.

Mehr Übersichtlichkeit schaffen

Ortmann ist durch eigene Schlüsselerlebnisse mit der Versicherungsbranche in Berührung gekommen. „Nach dem Abitur habe ich mich entschlossen, zunächst eine Bankausbildung zu machen. Das war vor 25 Jahren noch etwas Besonderes. In diese Zeit fiel der Mauerfall“. Der damals 20-jährige Auszubildende durfte Begrüßungsgelder auszahlen. Er weiß noch heute, dass er von dem frischen Geld schwarze Hände bekam.
Nach dem Ende der Ausbildung und vor Beginn des Studiums hat er dann mit einem Freund in einem Beratungsbus in Ludwigsfelde für eine deutsche Großbank Bank- und Versicherungsberatungen angeboten. „Nach kurzer Zeit habe ich verstanden, dass wir die Schlangen vor dem Bus besser selbstständig beraten und das Geschäft direkt an eine Zweigstelle vermitteln müssen.“ Als selbstständige Finanz- und Versicherungsvermittler fanden die beiden zügig Anschluss an die Finanzservice GmbH einer deutschen Großbank. „In dieser…