Erschienen in Ausgabe 12-2016Trends & Innovationen

Schaden-Prisma November 2016

Erdbeben in Neuseeland könnte die Versicherer bis zu 3,5 Mrd. US-Dollar kosten

Versicherungswirtschaft

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Neuseeland rückt zusammen: Innerhalb von Sekunden kamen sie sich näher: Nach dem schweren Erdbeben vom 14. November liegen die beiden Hauptinseln Neuseelands nun zwei Meter näher beieinander, informiert die Erdbebenwarte GeoNet. Das Epizentrum lag in der Nähe der Stadt Kaikoura, zwischen Christchurch und Wellington. Mehr als 80.000 Erdrutsche und 2.600 Nachbeben verursachte das Beben der Stärke 7,8. Allein in Kaikoura, das für Ökotourismus bekannt ist, mussten 1.200 Bewohner und Gäste evakuiert werden – und das zu Beginn der Hauptsaison. Das Land hob sich um 70 cm, der Meeresboden gar um zwei Meter. Für Fischerei und das beliebte Whale Watching hat das noch ungewisse Folgen. Allein zum Walegucken kommen jährlich 100.000 Touristen in den Ort mit weniger als 2.000 Einwohnern, berichtet Spiegel Online. Glimpflich davongekommen ist Christchurch – verglichen mit 2011. Stärker betroffen war hingegen Wellington; Strom und Wasser erreichte die Einwohner nur unzureichend, Straßen und Schienen waren nicht mehr zu gebrauchen. So blockierte ein Erdrutsch den wichtigsten State Highway 1. Auf 762 Mio. bis 3,5 Mrd. US-Dollar schätzt Air Worldwide den versicherten Schaden. Gebäudeschäden reguliert die Earthquake Commission, der staatliche Versicherer – mit 3,3 Mrd. US-Dollar ist diese rückversichert. Unterstützung bei der Lohnfortzahlung erhalten Firmen unter 20 Beschäftigte ebenfalls vom Staat, und das bis zu acht Wochen lang.

Tödlicher Investitionsstau

700 Kilometer hätte er noch weiterfahren sollen, doch dann entgleiste der Patna–Indore–Express am 20. November in der Nähe der indischen Stadt Kanpur. Möglicherweise war es eine gebrochene Schiene, die 142 Menschen das Leben kostete; 150 weitere wurden verletzt, mehr als die Hälfte davon schwer. Nicht nur die marode Verkehrsinfrastruktur fordert ausländische Rückversicherer in Indien heraus. Warum, lesen Sie auf Seite 24.

Brand zerstört Golfplatz-Halle

Werte in Millionenhöhe vernichtete ein Feuer am 9. November im niederbayerischen Fürstenzell: 28 Golfwagen und über 100 Golftaschen, Maschinen zum Bällesammeln und zur Golfplatzpflege, eine 150.000 Euro teure Photovoltaikanlage. Die verbrannten Gegenstände gehörten den Mitgliedern, dem Club selbst und einer externen Firma. Über die Schadenregulierung informierte ein ortsansässiger Vermittler bei einer Club-Veranstaltung. Wie der Brand entstand, war zu Redaktionsschluss noch unklar. Der Spielbetrieb ist nicht beeinträchtigt.

Online-Überfall bei Tesco

Cyber-Diebe haben die Tesco…