Erschienen in Ausgabe 11-2016Unternehmen & Management

Abwarten ist keine Option

Wie Versicherer den Übergang zum digitalen Player trotz alter Hardware bewältigen können

Von Peter Heidkamp und Tobias SynakVersicherungswirtschaft

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Zukünftig werden externe Services aus der Cloud einen wichtigen Beitrag zur Kosteneffizienz und Flexibilität der Versicherungs-IT leisten. Erste Services für Bestandsverwaltung und Schadenmanagement entstehen derzeit am Markt. Eine Architektur der zwei Geschwindigkeiten bereitet diese Transformation sinnvoll vor, indem sich diese Services in die eigenen Geschäftsprozesse integrieren lassen. Während die Altsysteme sukzessive durch standardisierte Services aus der Cloud abgelöst werden, können sich die Versicherungen auf differenzierende Aspekte fokussieren und somit Wettbewerbsvorteile weiter ausbauen.
Die globale Marktdynamik erhöht sich dramatisch. Auch die Assekuranz kann sich dieser Entwicklung nicht entziehen. Hauptsächlicher Treiber ist die Digitalisierung und die einhergehende Umwälzung ganzer Wirtschaftszweige. Die meisten Versicherungsunternehmen spüren, dass sich das Verhalten ihrer Kundschaft ändert. Darauf wollen sie reagieren – und ebenso auf den sich intensivierenden Wettbewerb. In ihm treten zunehmend innovative Wettstreiter wie Insurtechs an, aber auch etablierte Digitalunternehmen wie Google oder Facebook. Die Situation verschärft sich durch die gegenwärtige Niedrigzinsphase sowie die zunehmende Anzahl regulatorischer Anforderungen an die Situation. Versicherungsunternehmen müssen sich daher die Frage gefallen lassen, ob sie den Anforderungen ihrer Kunden noch gerecht werden und ihr Geschäftsmodell zukunftsfähig ist.

Veraltete IT-Systeme bremsen

Die aktuellen Entwicklungen sind herausfordernd. Aber sie bieten auch die Chance, sich bei frühzeitiger Adaption als First Mover im Markt zu positionieren. So ist es beispielsweise mit Hilfe einer konsequenten Digitalisierung des Unternehmens möglich, Prozesse effizienter und transparenter als bisher zu gestalten. Dringend benötigte Flexibilität wird durch konsequente Digitalisierung möglich. Das Produkt wird günstiger und schneller – und fokusiert sich besser auf die Belange der Kunden. Auf diesem Weg kann man den digitalen Wettbewerbern auf Augenhöhe begegnen. Für Versicherer auf dem Weg in die Digitalisierung braucht es eine moderne und flexible IT-Landschaft. Denn Geschäftsprozesse und Kundenkanäle müssen schnell und flexibel auf Anforderungen der Kunden, der Aufsicht und des Marktes angepasst werden. Nur so können Innovationen und neue Technologien adaptiert und den Stakeholdern zugänglich gemacht werden. Viele Versicherungsunternehmen sind gewillt, die Herausforderungen anzugehen, scheitern aber…