Erschienen in Ausgabe 10-2016Köpfe & Positionen

Stiller Übergang

Deutsche Versicherer zwischen „Old School“ und neuem Denken

Von David GorrVersicherungswirtschaft

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Inscom München: Viele Optionen, keine Entscheidungen Mehr als 200 internationale Experten diskutierten über neue Strategien für Kundenzufriedenheit, gestärkte Geschäftsmodelle und mehr Wachstum. Keine Disruption, vielmehr eine Transformation sei in der Versicherungswirtschaft im Gange. In der Phase des Übergangs seien drei Strategien notwendig, wie bei der Podiumsdiskussion „Insurance 2020“ deutlich wurde: Eine für das „Old School“-Geschäft, eine hybride für die Kombination aus „Old und New School“, sowie eine ausschließlich für die „New School“. Angesichts der vielen Optionen besteht die Gefahr, dass gar keine Entscheidung getroffen wird, sagt Mario Krause, Talanxvorstand. Seine Lösung: Sich im Kleinen auf methodische Ansätze fokussieren.  Alexander Kaspar
Inscom München: Viele Optionen, keine Entscheidungen Mehr als 200 internationale Experten diskutierten über neue Strategien für Kundenzufriedenheit, gestärkte Geschäftsmodelle und mehr Wachstum. Keine Disruption, vielmehr eine Transformation sei in der Versicherungswirtschaft im Gange. In der Phase des Übergangs seien drei Strategien notwendig, wie bei der Podiumsdiskussion „Insurance 2020“ deutlich wurde: Eine für das „Old School“-Geschäft, eine hybride für die Kombination aus „Old und New School“, sowie eine ausschließlich für die „New School“. Angesichts der vielen Optionen besteht die Gefahr, dass gar keine Entscheidung getroffen wird, sagt Mario Krause, Talanxvorstand. Seine Lösung: Sich im Kleinen auf methodische Ansätze fokussieren. Alexander Kaspar
(Foto: Kaspar)
(Foto: Kaspar)
Finanzwende Forum Frankfurt: Emissionsfreie Produkte
Um Investitionen in emissionsarme Produkte zu tätigen, warten Versicherer ungeduldig auf Fakten: Eine langfristige politische Stoßrichtung müsse ebenso offenliegen wie verlässliche Auskünfte über Langzeitrisiken, denen Unternehmen ausgesetzt seien. „We need a stategy, not a slogan“, forderte Allianz-Chef Oliver Bäte (r.) im Gespräch mit Christian Thimann (Axa). Die Mehrheit der Unternehmen liefere bislang überhaupt keine Daten. Würden Daten offengelegt, seien sie oft nicht nutzbar. Deshalb sei eine Übertragung der Environment Social Governance (ESG) in Finanzberichte nötig. In ihren Bemühungen um eine Finanzwende stünden Unternehmen an sehr unterschiedlichen Orten. Die Versicherer hoffen auf einen individuellen, langfristigen Wandel. Ihr Handlungsspielraum bestehe unter anderem darin, auf Möglichkeiten des Wandels hinzuweisen, bei Entscheidungen zu beraten oder gegebenenfalls Unterstützung zu verweigern, erklärte Bäte.jh
Seghorn-Forum: Verschärfte Haftung für Unternehmen
Die neue Datenschutz-Grund­verordnung der EU verschärft die Haftung für Unternehmen und Mitarbeiter. „Der betriebliche Datenschutzbeauftragte bekommt eine stärkere Stellung“, sagte Rechtsanwalt Achim Wullkopf, Datenschutzbeauftragter der Seghorn AG (Bild). Er riet den Unternehmen zu einer ausreichenden Deckungssumme der Haftpflicht. Nach neuem Recht kann ein Bußgeld bis zu 20 Mio. Euro oder vier Prozent des weltweiten Jahresumsatzes betragen. Unternehmen bräuchten künftig ein Datenschutzmanagement: „Es reicht nun nicht mehr, dass man datenschutzkonform arbeitet, sondern man muss dies auch dokumentieren können“, so Wullkopf. Auch Datenpannen müssten dokumentiert werden, ein…