Erschienen in Ausgabe 10-2016Märkte & Vertrieb

Mapfre stärkt Online-Vertrieb in Lateinamerika

Digitale Policen für Mexiko, Kolumbien, Peru und den brasilianischen Markt als Teil einer Multichannel-Strategie

Von Rolf EngelhardtVersicherungswirtschaft

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Wenn ein Versicherer sein technologisches Angebot an die Kunden nicht kontinuierlich ausbaut, dann wird er letztlich vom Markt verschwinden“, sagte der Präsident der spanischen Mapfre-Gruppe Antonio Huertas auf der diesjährigen Bilanzpressekonferenz. Gleichzeitig kündigte er eine weltweite Offensive im Online-Vertrieb an. Jetzt hat die Mapfre in ihrer wichtigsten Auslandsregion Lateinamerika Taten folgen lassen. „Wir haben entschieden, den digitalen Verkauf von Versicherungspolicen in Mexiko, Kolumbien und Peru zu starten“, sagt der CEO der Mapfre Lateinamerika Rafael Casas in einem Interview mit der spanischen Wirtschaftszeitung El Economista. Der Start in Brasilien befinde sich derzeit noch in der Analysephase. Für die Spanier ist die digitale Transformation eine von vier Kernstrategien zur Erreichung des Oberziels rentables Wachstum im Rahmen des gerade verkündeten Strategieplans 2016 bis 2018. Die drei weiteren strategischen Aktionsfelder lauten Kundenorientierung, Exzellenz in der Versicherungstechnik sowie Firmenkultur und internes Talent-Management.

Markenname Mapfre bringt Vorteile

Die Entscheidung für den Start des Online-Vertriebs in den lateinamerikanischen Märkten erfolgt als Bestandteil der dort existierenden Multichannel-Vertriebsstrategie und den ambitionierten Expansionsplänen der Spanier in dieser Region. Schon heute ist die Mapfre in Lateinamerika der Marktführer in der Nichtlebensversicherung und nach der brasilianischen Bradesco Seguros die Nummer zwei über alle Versicherungssparten hinweg. Als eines der wenigen internationalen Assekuranzhäuser ist die Mapfre in allen Ländern Lateinamerikas in einer relevanten Marktposition präsent und verfügt über eine meist langjährige Geschäftserfahrung. Rund 40 Prozent ihrer Einnahmen stammen aus dieser Region mit ihren rund 600 Millionen Einwohnern.
Ein wesentlicher Beweggrund für den Start in das Online-Geschäft in Mexiko, Kolumbien und Peru ist, dass die Mapfre in diesen Ländern bereits ein konsolidiertes Vertriebsnetz besitzt. Anders als in anderen Märkten will die Mapfre das Online-Geschäft in Lateinamerika zu Beginn nicht unter der Marke ihres Internetversicherers Verti betreiben, sondern zunächst unter der Marke Mapfre. „Wir haben darüber nachgedacht, in dem ein oder anderen Land unter Verti zu agieren, aber wir haben das verschoben, bis die Märkte einen höheren Reifegrad erreichen“, sagt Casas. In dem noch in den Kinderschuhen steckenden lateinamerikanischen Online-Markt für den Verkauf von…