Erschienen in Ausgabe 1-2016Trends & Innovationen

Schaden-Prisma Dezember 2015

Zum dritten Mal in elf Jahren verursacht ein schweres Hochwasser in Nordwest-England einen hohen Millionenschaden

Versicherungswirtschaft

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Schwere Überschwemmungen in Großbritannien: Nach tagelangen heftigen Regenfällen sind in England Ende Dezember 250 Flutwarnungen ausgegeben worden, in 24 von ihnen wurde vor lebensgefährlichen Situationen gewarnt. Hunderte Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Erst Anfang des Monats sorgte Wintersturm Desmond im nordwesten Großbritanniens für schwere Schäden. Etwa 5.200 Häuser standen unter Wasser, 2.300 ­Anwohner mussten evakuiert werden. 60.000 Haushalte waren von der Stromversorgung abgeschnitten.
Pricewaterhouse Coopers schätzt die ökonomischen Schäden auf 400 bis 500 Mio. Britische Pfund, davon sind geschätzt 250 bis 325 Mio. Pfund versichert. Frühere Hochwasserereignisse in der Region 2005 und 2009 hatten versicherte Schäden von 272 Mio. Pfund, bzw. 174 Mio. Pfund verursacht. Die Region erlebt das dritte schwere Hochwasser innerhalb von elf Jahren. Wie der Spiegel berichtet, teilte die britische Umweltbehörde nach scharfer Kritik am Hochwasserschutz mit, dass in den vergangenen zehn Jahren 45 Mio. Pfund für Schutzmaßnahmen ausgegeben worden seien. Die Regenmengen von Desmond hätten aber alle Vorhersagen übertroffen.

Tornado verwüstet Vororte von Sydney

Eine so genannte Super-Sturmzelle zog am 16. Dezember über die australische Metropole Sydney hinweg. Starke Sturmböen, Hagel, sintflutartiger Regen und ein Tornado verursachten schwere Schäden an Gebäuden, Autos und Infrastruktur. Menschen wurden nicht verletzt. Das Insurance Council of Australia (ICA) erklärte den Sturm zum Katastrophenereignis. Bereits am 17. Dezember lagen den Versicherern 1.000 Schadensmeldungen über eine versicherte Summe von acht Mio. AU-Dollar vor.

Unglück auf Ölplattform im kaspischen Meer:

Während eines schweren Sturms brach auf der Ölplattform Nr. 10 des aserbaidscha­nischen Konzerns Socar ein Brand aus. Die Besatzung konnte sich in Rettungsboote flüchten, in dem Sturm kenterte jedoch eins der Boote. Zwei Arbeiter kamen ums Leben, 32 Menschen gelten immer noch als vermisst.

Erdrutsch in Shenzhen

Den Rettungskräften im Industriepark Liuxi in der südchinesischen Stadt Shenzhen bot sich am 20. ­Dezember ein apokalyptisches Bild. Ein gigantischer Erdrutsch hatte mindestens 33 Fabrikgebäude und Wohnhäuser unter meterhohem Schlamm begraben. Das chinesische Staatsfernsehen sprach von knapp 80 Vermissten. Wie viele Menschen bei dem Unglück starben, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Lokalen Behörden zufolge rutschte nach Regenfällen ein Berg mit ausgehobener Erde und Bauschutt…