Erschienen in Ausgabe 1-2016Schlaglicht

Querdenker und Kreativköpfe

Die Zurich Deutschland fördert produktives Miteinander zwischen den Managementgenerationen

Von Alexander LiborVersicherungswirtschaft

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Beschleunigt durch rasante Veränderungsprozesse, die unter anderem die Digitalisierung des Privat- und Arbeitslebens vorantreiben, erlebt die Welt einen Wandel, dessen Modi und Tempi so hoch sind wie wahrscheinlich nie zuvor. Sie verändert sich exponentiell, nicht linear. Was bedeutet das für Unternehmen? Und was bedeutet das für das Management von Unternehmen?
Die Zurich will vor diesem Hintergrund schneller und agiler werden − auch bei der Umsetzung und Begleitung von teils tiefgreifenden Veränderungen innerhalb des Unternehmens. Der Fokus muss verstärkt auf Zukunftsfähigkeit und mehr Risikobereitschaft gelegt werden. Zunehmend muss mit Annahmen gearbeitet werden, die keine hundertprozentige Sicherheit liefern. Das liegt nicht unbedingt in der DNA eines Versicherungsplayers – und auch nicht in der DNA der Zurich. Naturgemäß gibt es zahlreiche Funktionen bei den Versicherern, in denen man risikobewusste, aber keine risikobereiten Menschen sehen möchte – Aktuare zum Beispiel. Andere Positionen hingegen erfordern künftig wenig konservative, sondern unternehmensfreudige „Macher“. Macher, die eine Entscheidung treffen, ohne vorher genau zu wissen, wie sie ausgeht. Macher, die eine Fehlerkultur vorleben und einfordern. Die Ambivalenz innerhalb eines Unternehmens wird dadurch größer. Die Herausforderung für das Management besteht nun darin, dass diese Ambivalenz nicht zum Konflikt, sondern zu einem produktiven Miteinander wird.

Versicherer müssen sich für andere Perspektiven öffnen

Die Zurich zum Beispiel achtet bei Bewerbern für herausgehobene Positionen mittlerweile neben der fachlichen Expertise viel stärker auf die dafür benötigte Sozialkompetenz: Das Unternehmen sucht die beste Führungskraft für eine Herausforderung, nicht den besten fachlichen oder den erfahrensten Experten. Auch bei den Auszubildenden oder Berufseinsteigern muss es nicht mehr unbedingt der 1er-Absolvent oder die 1er-Absolventin sein. Vielleicht ist der 2er-Kandidat viel besser, wenn er uns in der Gruppenarbeit anzündet und zeigt, dass er Themen voranbringen kann und uns mit Ideen inspiriert. Kandidaten wie diese mögen keine Perfektionisten sein, doch sie haben Ideen und können diese erfolgreich im Unternehmen implementieren. Zudem werden Mitarbeiter gesucht, die nicht aus der Versicherungsbranche kommen: die Querdenker, die Kreativköpfe, die Impulsgeber, die auch in einem anderen Umfeld gearbeitet und dort Erfahrungen gesammelt haben, die neu eingebracht werden. Versicherer als…