Erschienen in Ausgabe 1-2016Trends & Innovationen

Bafin soll mitreden

Von Christoph BaltzerVersicherungswirtschaft

Lesen Sie den vollständigen Artikel

Erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln unserer Fachzeitschriften und Publikationen.
Am Ende hatte das Bundesfinanzministerium doch Manschetten und zog bei der Abschaffung des Höchstrechnungszinses zurück. Dadurch verhindert sie „Geisterfahrer“ in der Lebensversicherung, wie das Alte-Leipziger-Chef Walter Botermann in VWheute formulierte. Selten waren sich Verbraucherschützer, Aktuare, GDV und Vermittler so einig gewesen: Fast alle hatten protestiert, selbst Marktführer Allianz, die klassische Garantien nicht mehr aktiv anbietet. Zurich, Ergo, HDI und Axa fahren das klassische Lebensversicherungsgeschäft schon seit langem zurück. Selbst die Versicherungskammer Bayern und der LVM rücken von der klassischen Lebensversicherung mit dem klassischen Garantiezins ab. Jetzt schwenkt auch die Gothaer auf die neue Klassik um mit ihren Abschnittsgarantien. Die durch Solvency II geschaffene Transparenz würde alles andere als unternehmerisches Harakiri erscheinen lassen. Dass der Höchstrechnungszins jetzt trotzdem bleibt, hat symbolischen Charakter. Die Bafin soll in der Regulierung der Produkte nicht gänzlich ihr Mitspracherecht verlieren. ba