Erschienen in Ausgabe 1-2016Köpfe & Positionen

Im Profil Oliver Drewes

„Der Pool-Markt insgesamt ist nicht bedroht. Im Gegenteil: Die Branche verspürt Rückenwind“

Von Wolfgang OtteVersicherungswirtschaft

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Irgendwie passen die gediegenen Geschäftsräume in einem der ältesten Kaufmannshäuser in Hamburg zu dem Unternehmen und seinem jungen Chef, der stets in einem dezenten Business-Anzug auftritt. Oliver Drewes, Chef von Maxpool ist ein Macher. Als junger Geschäftsführer hatte der jetzt 38-Jährige ein Schlüsselerlebnis bei einem seiner ersten Termine: „Ein Makler begrüßte mich mit der Anmerkung, dass ein anderer Pool das halte, was Maxpool verspreche.“ Dieser Stachel saß tief, wie er zugibt, war aber Ansporn und Verpflichtung zugleich: „Deshalb bin ich akribisch hinterher, dass die Dinge, die wir machen, stets bestens vorbereitet und solide umgesetzt werden.“
Vielleicht wurde mit diesem Schlüsselerlebnis der Grundstein für den Erfolg des Hamburger Unternehmens und seines Inhabers gelegt. Denn in den vergangenen Jahren machte Maxpool vor allem durch Nachhaltigkeit und eine expansive Geschäftspolitik positiv von sich reden. Auch auf völlig anderem Gebiet ist der verheiratete zweifache Vater (Tochter acht Jahre, Sohn vier Jahre) jemand, der anpackt. Er und sein Vater Peter betreiben den Förderverein „Furaha Phönix Kinderhaus e.V.“, der ein Waisenhaus im ostafrikanischen Kenia unterhält. Drewes fährt mehrmals im Jahr in das afrikanische Land, um aktuelle Probleme vor Ort persönlich zu lösen und den Ausbau weiter zu begleiten. „Eine unserer Aufgaben sehen wir darin, Waisenkindern eine Ausbildung, medizinische und seelische Versorgung und ein Zuhause zu geben.“
Seine Liebe für Afrika entdeckte Drewes bereits als 13-Jähriger, als ihn seine Eltern auf eine Reise nach Kenia mitnahmen und mit dem Geländewagen Lebensmittel in einem Flüchtlingscamp verteilten. „Das hat mich fasziniert und meine Leidenschaft entflammt“, schildert der Manager. Im April dieses Jahres erhielten Drewes und sein Vater für dieses soziale Engagement das Bundesverdienstkreuz.
Die Auszeichnung ist für Drewes Ansporn, sich weiter auf dem afrikanischen Kontinent zu engagieren. Das nächste Großprojekt ist bereits in der Planung: Der Bau einer Straußenfarm im Landesinneren von Kenia. Die Realisierung ist für Anfang 2016 vorgesehen. „Ich selbst halte mich aus allem raus. Wir erbringen ausschließlich als Spendenleistung den Aufbau eines kleinen Zuchtbetriebes. Das Dorf muss die Farm dann selbst bewirtschaften und davon leben. Hilfe zur Selbsthilfe eben.“
Der Nicht-Golfspieler ist in seine Position als Alleininhaber der Maxpool-Gruppe sprichwörtlich hineingewachsen. Nach dem Realschulabschluss startete er…