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14. ONKOLOGIE-UPDATE-SEMINAR AM 1. UND 2. 2. 2019 IN MAINZ

Von Dr. med. Gerd-Marko Ostendorf

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14. ONKOLOGIE-UPDATE-SEMINAR AM 1. UND 2. 2. 2019 IN MAINZ

Immuncheckpoint-Inhibitoren zur adjuvanten Therapie des Melanoms

Die Immuncheckpoint-Inhibitoren Nivolumab, Pembrolizumab und Ipilimumab sind für die Behandlung des fortgeschrittenen Melanoms zugelassen, berichtete Prof. Dr. Carola Berking vom Klinikum der Universität – LMU München, Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, auf dem 14. Onkologie-Update-Seminar am 1. und 2. 2. 2019 in Mainz. Neuere Studiendaten zeigen, dass diese Substanzen auch in der Adjuvanz wirksam sind.

So haben Phase-III-Studien für Pembrolizumab und Nivolumab signifikante Verbesserungen des Rezidiv-freien Überlebens bei sehr guter Verträglichkeit gezeigt, und beide Substanzen haben kürzlich eine Indikationserweiterung für die adjuvante Therapie von Melanompatienten mit Lymphknotenbefall oder Metastasierung (nur Nivolumab) nach Resektion erhalten.

Therapie der essenziellen Thrombozythämie

Acetylsalicylsäure ist auch nach aktuellen Studiendaten (Godfrey AL et al., J Clin Oncol. 2018) bei fehlenden Kontraindikationen eine wichtige Therapiekomponente für Patienten mit essenzieller Thrombozythämie, berichtete Prof. Dr. Andreas Hochhaus von der Klinik für Innere Medizin II, Hämatologie und internistische Onkologie, am Universitätsklinikum Jena.

Hochrisikopatienten (hohe Thrombozytenzahl, Alter, vorausgegangene Thrombosen oder Blutungen) sollten antiproliferativ behandelt werden; für Niedrigrisiko-Patienten wird eine Proliferationshemmung dagegen auch nach den aktuellen Daten nicht empfohlen. Im Fall nicht behebbarer vaskulärer Risikofaktoren (wie Hypercholesterinämie, arterielle Hypertonie, Diabetes mellitus) kann eine antiproliferative Therapie indiziert sein. Neben Hydroxycarbamid spielt (pegyliertes) Interferon alpha in der klinischen Praxis eine bedeutende Rolle.

Dr. Gerd-Marko Ostendorf, c/o VVW GmbH