Versicherungsmedizin 03/2018

Versicherungsmedizin 03/2018

Versicherungsmedizin 03/2018

, 10/2018

Editorial

Sehr geehrte Damen und Herren,

Bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts begannen Versicherungsunternehmen damit, Ärzte vermehrt und gezielt in Bezug auf die Einschätzung von erhöhten Krankheits- und Todesfallrisiken zu konsultieren. Naheliegenderweise konsultierten sie die Ärzte, die ohnehin ins Haus kamen – nämliche ihre Betriebsärzte. So gefordert, entwickelten diese Betriebsärzte eine besondere Expertise auf einem Fachgebiet, das es noch gar nicht gab, aber eben im Entstehen begriffen war – der Versicherungsmedizin.

Auch heute lassen sich sowohl die privaten Krankenversicherer als auch die Lebens- und Sachversicherer in Sachen Leistungsmanagement, medizinische Notwendigkeit sowie Risikoprüfung und Kausalität von Ärzten beraten, die in diesem Gebiet eine besondere Expertise haben – den Gesellschaftsärzten.

Die Zeitschrift Versicherungsmedizin (VersMed) trägt als European Journal of Insurance Medicine dazu bei, versicherungsmedizinische Entscheidungen auf wissenschaftliche Grundlagen zu stellen. Auch diesmal haben wir wieder interessante wissenschaftliche Artikel für unsere Leser.

In der Pathogenese der Multiplen Sklerose deutet sich ein Paradigmenwechsel an: Sind humane endogene Retroviren Auslöser dieser Krankheit?

Gentherapie bei Krebserkrankungen – Welche Erfolgsaussichten und Kosten ergeben sich daraus?

Unseriöse Diagnostik und Therapie in der alternativen Umweltmedizin – Welche Methoden werden eingesetzt und welche Gefahren lauern darin für unsere Patienten? Dies alles wird in diesem Heft wissenschaftlich erläutert und ausführlich diskutiert.

Die Anwendung der International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF) und Fälle aus der versicherungsmedizinischen Praxis zu den Themen medizinische Verordnung von Cannabis und von PDE-Hemmern runden diese Ausgabe ab.

Wenn Sie in der klinischen Medizin, Versicherungsmedizin oder juristisch tätig sind, dürfen Sie uns gerne unterstützen. Helfen Sie mit und werden Sie Autor der Zeitschrift Versicherungsmedizin.

Unsere Zeitschrift steht für hohe fachliche Relevanz und Professionalität und setzt auch inhaltlich entsprechende Maßstäbe. Interessiert sind wir an allen Themen rund um die Versicherungsmedizin, insbesondere an der wissenschaftlichen Beurteilung von neuen Diagnose- und Behandlungsverfahren sowie alternativ- und komplementärmedizinischen Behandlungsmethoden, aber auch Fallstudien, gutachterliche Fragestellungen sowie Risikoprüfung und Grenzen der Versicherbarkeit sind für uns wichtige Themen, genauso wie aktuelle Rechtsprechung zur gesamten versicherungsmedizinischen Thematik.

In diesem Sinne laden wir sowohl unsere versicherungsmedizinisch tätigen Kollegen, wie auch Autoren aus den interdisziplinären Fächern ein, bei uns ihre Publikationen einzureichen.

 

Mit herzlichen Grüßen

Dr. Rainer Hakimi, Schriftleitung


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