Erschienen in Ausgabe 1-2018Trends & Innovationen

Schlafstörungen – Gesundheitsrisiko und nicht medikamentöse Behandlungsoptionen (Teil I)

Von Prof. Dr. Thorsten Jürgen Doering und PD Dr. rer.nat. A. Kobelt und Dr. med. V. Rust und CM T. Steuernagel und PD Dr. med F. PetrosaVersicherungsmedizin

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Summary

ZUSAMMENFASSUNG

Internationale und auch nationale Erhebungen wie der aktuelle DAK- Gesundheitsreport „Schlafstörung“ zeigen deutliche Zunahmen von Schlafstörungen. Die Europäische Leitlinie für Insomnie, die deutsche Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Schlafmedizin und die amerikanische Leitlinie basieren auf einer systematischen Überprüfung relevanter aktueller Metaanalysen und somit gibt es große Überschneidungen der Empfehlungen. Grundlage dieser Übersichtarbeit ist im Wesentlichen die Europäische Leitlinie für Insomnie. Übereinstimmend steht am Anfang die ausführliche Anamnese der Schlaflosigkeit und der häufig zu findenden Komorbiditäten unter Zuhilfenahme von Schlaftagebüchern und standardisierten Schlaffragebögen sowie einer gründlichen ärztlichen körperliche Untersuchung. Eventuell sind EKG, EEG und Labor notwendig. Polygrafie und Polysomnografie sind notwendig wenn andere organische Schlafstörungen (z. B. RLS, Schlafapnoe, Narkolepsie) ausgeschlossen werden müssen oder vermutet werden. Die kognitive Verhaltenstherapie ist die Erstlinientherapie in allen Leitlinien zu chronischen nicht organischen Schlafstörungen bei Erwachsenen. Alternative und komplementäre Therapien wie Homöopathie und Akupunktur werden für die Behandlung von Schlafstörungen nicht empfohlen. Lichttherapie, meditative Bewegungstherapien werden nicht abgelehnt, sollten aber weiter evaluiert werden, um ihre Nützlichkeit bei der Behandlung von Schlafstörungen zu beweisen. Die pharmakologischen Interventionen werden Teil II (VersMed 2/2018) besprochen.

SUMMARY

International and national surveys such as the current DAK health report „sleep disorders“ show significant increases in sleep disorders. The European Guideline for Insomnia, the German Guideline of the German Sleep Society and the American Guideline are based on systematic reviews of relevant current meta-analyzes and that is why there is a large overlap of recommendations. The foundation of this review is essentially the European guideline for insomnia (Riemann et al.). Corresponding in the Guidelines is the detailed case history of insomnia and common co-morbidities at the beginning examined with the help of sleep diaries and standardized sleep questionnaires, as well as a thorough physical examination. Eventually the ECG, EEG and laboratory are necessary. Polygraphy and polysomnography are necessary if other organic sleep disorders (e.g., RLS, sleep apnea, narcolepsy) are suspected. Cognitive behavioral therapy is…

Schadenreservierung · Insomnie · Kogniktive Verhaltenstherapie · Rehabilitation