Erschienen in Ausgabe 1-2018Trends & Innovationen

Neue Möglichkeiten der Bildgebung in der Kardiologie

Von Dr. Artemisia Karagianni und Prof. Dr. Udo SechtemVersicherungsmedizin

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Neue Möglichkeiten der Bildgebung in der Kardiologie Summary

ZUSAMMENFASSUNG

Im klinischen Alltag nimmt die nicht invasive Bildgebung einen immer größeren Stellenwert ein. Die kardiale Magnetresonanztomografie (CMR) und kardiale Computertomografie (CT) sind bildgebende Methoden, die sich durch ihre hohe Bildqualität, geringe Invasivität und fehlende/geringe Strahlenbelastung auszeichnen. Die häufigsten Indikationen der CMR sind Ischämiediagnostik, Darstellung von Myokardinfarkten und die Diagnostik bei Myokarditis und Kardiomyopathien. Neue Einsatzgebiete sind Fragestellungen aus Elektrophysiologie und in der Gewebecharakterisierung, dem sogenannten Mapping. In der kardialen CT ist die häufigste Indikation die Risikostratifizierung bei asymptomatischen Patienten mithilfe des Kalkscores sowie der Ausschluss von Koronarstenosen bei Patienten mit stabiler Angina pectoris (AP) mit niedriger Vortestwahrscheinlichkeit. Häufig ermöglichen die im CMR und CT erhobenen Befunde den Verzicht auf invasive Untersuchungen und helfen bei der prognostischen Einschätzung des Patienten.

SUMMARY

New diagnostic tools in cardiac imaging

Non-invasive imaging is becoming increasingly important in every day clinical practice. Cardiac magnetic resonance (CMR) imaging and cardiac computed tomography (CT) are characterized by high imaging quality, low invasiveness and lack of/low radiation exposure. The most common indications for CMR include the evaluation of ischemia, myocardial infarction and aid in diagnosing myocarditis and cardiomyopathy. New areas of application include the use in electrophysiology and tissue characterization, known as mapping. Cardiac CT is most commonly used for risk stratification by means of the coronary calcium score and to exclude coronary stenosis in patients with chest pain yet a low pretest probability for the presence of coronary artery stenoses. Frequently, CMR and CT findings eliminate the need for invasive testing and aid in determining a patient’s prognosis.

EINLEITUNG

In den vergangenen Jahren hat die nicht invasive kardiologische Bildgebung zunehmend an Bedeutung gewonnen. Kontinuierlich kommen neue Möglichkeiten und Messmethoden hinzu wie das Strain Rate Imaging in der Echokardiografie, die Gewebecharakterisierung, das sogenannte Mapping in der kardialen Magnetresonanztomografie (cardiac magnetic resonance, CMR), oder die myokardiale Perfusionsmessung bzw. die Quantifizierung des Stenosegrades mittels fraktioneller Flussreserve (FFR) in…

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